Suche Sachen zum auf der Strasse leben!

Folgende traurige Ebay-Anzeige erschien am 20.09.2017:

 

Der chronische Mangel an bezahlbarem Wohnraum nimmt groteske Züge an.

Der chronische Mangel an bezahlbarem Wohnraum nimmt groteske Züge an.

Ort:
    Holstenkamp, 22525 Eimsbüttel – Hamburg Stellingen
Erstellungsdatum:
    20.09.2017
Anzeigennummer:
    721108677
Art:
    Camping & Outdoor

18191
Beschreibung

Hallo ich bin Lisa 20 und verliere meine Wohnung da ich keine neue Wohnung finde und der jetzige Mietvertrag nur befristet wahr. Ich suche nun alles was nötig wäre für eine Person und zwei Hunde um auf der Strasse zu über leben.

Ich habe schon Erfahrung mit Hamburgs strassen leben und will auf keinen Fall in Öffentliche Einrichtungen wie das pico oder so ich arbeite auch mit sotzis zusammen und versuche alles um nicht wider auf der Strasse zu landen.

Oder eine neue Wohnung ich ziehe auch außerhalb von Habsburg es sollte nur nicht mehr als 1 Stunde vom HH Hbf sein und bitte keine WG und zu irgendwelchen fremden Männern ziehe ich auch nicht okay wer mehr zur Wohnungssuche wissen möchte bitte andere Anzeige anschauen.

Ich bekomme Alg2 habe einen Dringlichkeits schein die Miete einer Wohnung sollte nicht mehr als 400€ klar sein sie muss vom Amt übernommen werden.

Wie das…

Zelt
Kocher
Isomatte
BW Schlafsack (dick) sehr wichtig!!
BW Rucksack
BW Geschirr
Taschenlampe
Plane
Decken
Ect

Ich nehme auch Kleidung die nicht mehr getragen wird ich hab 38.

Falls sich noch Hunde Zubehör oder Futter findet würde ich das auch annehmen die beiden sind mittel gross m-l und sie fressen gerne nass Futter.

Meine Hunde sind immer versorgt das ist nur um fragen und allem bor hu sorgen da ich sehr viele anfragen deswegen hab.

Wir freuen uns sehr auf und über eure Hilfe …

Wenn Ihr dem Mädchen helfen wollt/könnt, hier die Quelle: Ebay

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Gratis-Arbeit macht frei

Lieber gratis arbeiten, als gar nicht? Die Langzeitarbeitslosen werden vor Entzücken auf die Knie fallen!

Lieber gratis arbeiten, als gar nicht? Die Langzeitarbeitslosen werden vor Entzücken auf die Knie fallen!

Neuauflage der Bürgerarbeit

Arbeiten lassen für lau: Neuauflage der sogenannten Bürgerarbeit – Ausbau des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“
Da waren sich Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Detlef Scheele einig: ihnen war ein ganz toller Wurf gelungen, als sie im Frühjahr ihre neuen Pläne zur Verringerung der Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen der Öffentlichkeit präsentierten. Doch stellten sie nicht nur alten Wein in neuen Schläuchen vor, sondern haben bei der Neuauflage der sogenannten Bürgerarbeit richtig zugelangt, zulasten der erwerbslosen Menschen.
Neu und besonders skandalös ist, dass nach den Änderungen die geförderte Beschäftigung ab 2018 nicht mehr „zwingend zusätzlich und wettbewerbsneutral“ sein muss.

Die Menschen sollen als Hilfsarbeiter bei Kommunen und privaten Unternehmen bis zu fünf Jahren eingesetzt werden und das Entgelt wird im ersten Jahr komplett vom Staat übernommen. Im zweiten Jahr muss der Unternehmer nur zehn Prozent beisteuern, im dritten 20 Prozent und die weiteren Jahre jeweils 10 Prozent mehr, ohne dass die Beschäftigten Ansprüche auf Arbeitslosengeld I erwerben und damit die Möglichkeit verlieren, die Maßnahme vorzeitig verlassen zu können.

Diese menschenverachtende Arbeitsmarktpolitik wird von Andrea Nahles und Detlef Scheele ganz neutral als Ausbau des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ verkauft, dabei ist es nichts anderes, als dass die Jobcenter erwerbslose Menschen auch Privatfirmen als kostenlose Hilfskräfte anbieten können.

Einzelheiten über das Programm erfährt man in der Förderrichtlinie für das Bundesprogramm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“, Fassung 2015:

Zielgruppen
Die Förderung konzentriert sich auf zwei Gruppen mit besonderen Problemlagen und langem Arbeitslosengeld II- Bezug. Ein Förderschwerpunkt liegt auf Leistungsberechtigten, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen besonderer Förderung bedürfen. Gesundheitliche Einschränkungen können bei der Arbeitsmarktintegration ein gravierendes Hemmnis darstellen; umgekehrt kann auch das Fehlen von Arbeit zu einer Verschlechterung der Gesundheit führen. Bedarfsgemeinschaften mit Kindern sind unter dem Aspekt sozialer Teilhabe eine weitere wichtige Zielgruppe. Die Förderung erreicht hier nicht nur die Langzeitarbeitslosen selbst, sondern zugleich die im Haushalt lebenden Kinder, die erfahren, dass Beschäftigung eine wichtige Rolle im Leben spielt.

Was wird gefördert?
Gefördert werden Arbeitsverhältnisse, die zusätzlich und wettbewerbsneutral sind und im öffentlichen Interesse liegen. Die Förderung ist als Festbetragsfinanzierung ausgestaltet und beträgt bei 30 Stunden 1.320 Euro. Auch ein Einstieg in die geförderte Beschäftigung mit stufenweise erhöhter Anzahl der Wochenstunden ist möglich.

Ab dem 1. Januar 2017 werden die Förderbeträge an den dann geltenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro brutto je Zeitstunde angepasst. Die Förderung je Arbeitsplatz beträgt bis zu 1.370 Euro pro Monate bei 30 Wochenstunden. Die förderfähigen Obergrenzen bei 15, 20 bzw. 25 Wochenstunden betragen 690, 915 bzw. 1.140 Euro.

Begleitende Aktivitäten
Geförderte Arbeitsverhältnisse allein reichen jedoch nicht aus, um die Ziele dieses Programms zu erreichen. Vielmehr bedarf es den individuellen Problemlagen der Leistungsberechtigten angepasste, flankierende Anstrengungen der Jobcenter. Dazu gehören beispielsweise beschäftigungsbegleitende Aktivitäten, um die teilnehmenden Personen zu stabilisieren und ihre Chancen auf eine Beschäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern. Sinnvoll erscheinen auch Angebote, die soziale Problemlagen wie etwa Sucht- und Schuldenprobleme oder gesundheitliche Einschränkungen angehen.

Prograumumfang
Bei einer Laufzeit bis Ende 2018 stehen für die Förderung von rund 20.000 Plätzen insgesamt bis zu 750 Millionen Euro zur Verfügung.

Programmumsetzung
Seit dem Programmstart in 2015 nehmen 105 Jobcenter an der Umsetzung des Programms teil. Zum Jahreswechsel 2016/2017 wird das Programm durch Hinzunahme weiterer 90 Jobcenter ausgeweitet werden.

An einer Förderung interessierte Arbeitgeber können sich an ihr Jobcenter wenden, sofern sie nicht von diesem angesprochen werden.

Weitere Einzelheiten können der Förderrichtlinie entnommen werden.“

Für die Beschäftigten in diesen Programmen stellt sich die konkrete Lebens- und Arbeitssituation so dar:
Die Beschäftigten sind weiterhin dem Hartz-IV-System mit seinen Pflicht- und Meldeobliegenheiten unterworfen.
Wer einen Vermittlungsvorschlag ohne »wichtigen Grund« ablehnt, wird sanktioniert. Durch die Sanktionspraxis der Jobcenter kann jedermann in existenzielle Nöte geraten. Unter 25jährigen kann eine Kürzung des gesamten Regelsatzes für drei Monate drohen. Ältere müssten mit einer 30-Prozent-Sanktion rechnen. Da eine Überlappung der Sanktionszeiträume möglich ist, können die zusammengerechneten Sanktionen bewirken, dass gar keine Auszahlung erfolgt und diese Menschen über keinerlei Einkommen mehr verfügen.

Die neuen Arbeitsverhältnisse gründen sich in den Maßnahmen und Programmen meistens auf die Sozialgesetzgebung (SGB). Der Arbeitnehmerstatus gilt für die Beschäftigten nicht und sie haben in der Regel nicht die üblichen Arbeitsschutzrechte, geschweige denn Mitbestimmungsrechte.

Sie können keine Vertretung wählen und das Grundrecht auf Koalitionsfreiheit ist ihnen verwehrt. Andauernden Verstößen gegen das Arbeitsschutz- und Arbeitszeitgesetz sind so Tür und Tor geöffnet.

Seit dem 1. Januar 2017 sind die Förderbeträge an den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro brutto je Stunde angepasst.
Die maximale Arbeitszeit beträgt 30 Wochenstunden und wird mit insgesamt 1.370 Euro gefördert, inklusive der Anteil der Unternehmer zur Sozialversicherung. Der Beschäftigte bekommt damit einen Bruttolohn von 1.125 Euro, netto sind das 880 Euro. Es besteht die Möglichkeit, die Menschen nur 25, 20 oder 15 Wochenstunden zu beschäftigen, dann beträgt der Nettoverdienst noch 734, 589 bzw. 445 Euro.

Der Anteil des Sozialversicherungsbeitrags für die Beschäftigten ist nicht vollständig, es werden dabei nur die Beiträge für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung entrichtet. Beiträge zur Arbeitslosenversicherung werden nicht gezahlt, denn dies soll „Fehlanreize zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und damit Drehtüreffekte im Leistungsbezug“ vermeiden. Will heißen, dass die Beschäftigten keine Ansprüche auf Arbeitslosengeld I erwerben und so die Maßnahme nicht vorzeitig, finanziell abgesichert, verlassen können.

Gewinner dieser Programmgestaltung sind die Anstellungsträger und Unternehmen:

Es gibt mittlerweile viele Menschen die seit Jahren immer noch unter besonderen „Vermittlungshemmnissen“ leiden. Sie haben seit 7 und 8 Jahren immer die gleiche Beschäftigung beim gleichen Maßnahme- bzw. Anstellungsträger. Sie haben auch alle Programme durchlaufen, finden sich nun im Programm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ wieder und bilden mit dieser Rotation die Reservekräfte am örtlichen Arbeitsmarkt.

Der Einsatz der „Programmkräfte“ hat auch schon in der Vergangenheit dazu geführt, dass der Maßnahme- bzw. Anstellungsunternehmen Dienstleistungen für sich selbst nicht mehr bei Fremdfirmen mit tarifgerechten Entgelt einkaufen muss, sondern z.B. die Reinigungen und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten durch die „Programmkräfte“ erledigen lässt. Diese Menschen werden dann noch in privaten Haushalten eingesetzt, die dann für eine Stunde Reinigungsarbeit 18,00 – 20,00 Euro zuzüglich Fahrtkosten an den Maßnahme- bzw. das Anstellungsunternehmen zahlen müssen.

Es werden Menschen als Hilfsarbeiter in Kommunen und privaten Unternehmen verpflichtet, ohne sie durch den Betrieb zu entlohnen. Mehr noch, den Unternehmen werden Arbeitskräfte geschenkt, wobei die Disziplinierung, Einarbeitung und Überwachung von außen geschieht, ohne dass der Arbeitsschutz und das Arbeitsrecht zur Anwendung kommen.

Die Arbeitsmarktakteure in den politischen Parteien und der Arbeitsverwaltung nennen das Ganze dann „Sozialer Arbeitsmarkt“. Zynischer geht`s nicht mehr. (Gastartikel des Gewerkschaftsforums, gewerkschaftsforum-do.de)

Quelle: Gegen Hartz

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Unglaublich: Prozess wegen Flaschensammeln

Eine 76-jährige Frau ist jetzt vorbestraft, weil sie am Münchner Hauptbahnhof ihre Rente aufbessern wollte.

 

Ana Leeb ist jetzt vorbestraft. © Oliver Bodmer

Ana Leeb ist jetzt vorbestraft. © Oliver Bodmer

München – Das ist doppelt bitter! Anna Leeb hatte sich lange Zeit ihre Rente mit Flaschensammeln am Hauptbahnhof aufgebessert. Vor knapp zwei Jahren wurde der heute 76-Jährigen der kleine Zuverdienst von zwei Bahn-Mitarbeitern untersagt. Die gehbehinderte Rentnerin erhielt Hausverbot. Wegen Hüftproblemen hatte sie jetzt eine Abkürzung durch die Bahnhofshalle nehmen wollen – und nahm gleich noch eine leere Bierflasche mit. Allerdings wurde sie prompt erwischt! Just von den zwei Mitarbeitern, die ihr vor zwei Jahren das Sammeln untersagt hatten.
Die Folge: Ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs. „Die eigentlichen Verbrecher in München finden sie nicht, dann müssen sie jemanden wie mich rupfen“, klagt die Rentnerin. 2000 Euro Geldstrafe soll sie zahlen – und sie ist jetzt vorbestraft!

„Ich bin mit meinem Rollator durch die Bahnhofshalle, kam grad aus dem Krankenhaus, und dann hielten mich die zwei Männer der Bahn auf, haben mich am Arm gepackt, mit dem Rollator aus dem Hauptbahnhof gezerrt, und die Bierflasche musste ich wieder reinwerfen“, erzählt die Rentnerin.
Hausordnung verbietet Flaschensammeln

In München ist Anna Leeb keine Unbekannte: Normalerweise verkauft die Rentnerin entlang der Leopoldstraße bei jedem Wetter und mit ihrem Gehwägelchen das Münchner Stadtmagazin Charity München und hatte damals durch Zufall von dem einfach zugänglichem Geld gehört – so kam sie zum Flaschensammeln. Das Thema Pfandflaschensammeln am Hauptbahnhof bleibt ein Problem, um das sich niemand gerne kümmern möchte.

Dabei halfen Anna Leeb vor dem Hausverbot auch viele Mitarbeiter der Bahn. „Es war oft so, dass mich Schaffnerinnen anhielten und mich fragten, ob ich nicht auch noch die Pfandflaschen aus den Zügen hole“, berichtet die geborene Münchnerin. „So hätte doch jeder etwas davon, und ich freue mich.“ Allerdings verbietet die Hausordnung das Flaschensammeln!

Ein Bahn-Sprecher teilt auf tz-Anfrage mit: „Wenn in den Abfallbehältern rumgewühlt wird, dann fällt eine Menge daneben. Sauberkeit ist für unsere Kunden ein wichtiger Punkt. Es geht nicht, dass ein Mülleimer durcheinandergebracht wird.“ Anna Leeb wird auf jeden Fall nichts mehr durcheinanderbringen. Auch wenn das Hausverbot bald ausläuft – der Hauptbahnhof ist für sie tabu! „Das waren jetzt genug Scherereien, der Hauptbahnhof wird mich nie wieder sehen.“
Am Hauptbahnhof gilt das Hausrecht der Deutschen Bahn

Der Hauptbahnhof München unterliegt dem Hausrecht des Unternehmens Deutsche Bahn. Und damit gilt dessen Hausordnung. Die Polizei greift daher nicht ein, wenn Beamte Pfandflaschensammler sehen. Wie am Flughafen München gilt also eine Sonder-Schirmherrschaft. Erst sobald es etwa zu Tätlichkeiten kommt oder zu einem Strafmandat wegen Hausfriedensbruchs, wird die Polizei dazugerufen.

Julia Langhof Quelle: TZ

Anmerkung:
Meine Erziehung und mein Gerechtigkeitsgefühl würde es nicht erlauben, dass ich es wage, eine ältere Dame auf diese Art zu behandeln. Es gibt immer noch dieses widerliche Geschmeiß von Befehlsempfängern, die für Geld alles, aber auch alles machen. Dank solcher Leute ist die Welt, wie sie ist: traurig. Wenn Ihr Anna helfen wollt, unterzeichnet diese Petition:

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Obdachloser ohne medizinische Hilfe

Kein Krankenhaus wolle ihn aufnehmen

 

Der Obdachlose Günther auf seiner Matratze. Foto: Privat

Der Obdachlose Günther auf seiner Matratze. Foto: Privat

 – In der Nähe des Borsigplatz in Dortmund wurde ein Mann gefunden
 – Der Obdachlose Ludwik befand sich seit fünf Tagen beinahe regungslos auf einer Matratze
 – Trotz schwerer Entzündungen konnte ein Krankenwagen Ludwik zu keinem Krankenhaus bringen

Dortmund. „Es ging ihm dreckig. Fünf Tage lag er nur auf der Matratze.“ Diana Kollotzek ist sichtlich bewegt, wenn sie berichtet, wie ihr Kollege Kai Kuhnert den Obdachlosen Ludwik vorfand. „Er konnte nicht einmal mehr aufstehen vor Schmerzen, deshalb hat er in eine Flasche uriniert.“

In diesem Zustand habe der 64-jährige Obdachlose beinahe eine Woche vor einer Sparkasse in der Nähe des Borsingplatz im Dortmunder Norden ausgeharrt. „Dennoch wollte ihn kein Krankenhaus in Dortmund aufnehmen“, schildert die 40-Jährige Kollotzek die missliche Situation.
Der Mann konnte sich beinahe fünf Tage vor Schmerzen nicht bewegen.

Sie engagiert sich ehrenamtlich für den privaten Verein „Hand in Hand für Menschen“. Als Streetworkerin versucht sie mit ihren Kollegen, Menschen zu helfen, die ein ähnliches Schicksal wie Ludwik erlitten haben.

Sanitäter können Ludwik nicht mitnehmen

Weil Ludwik mehrere Tage nicht am Haus an der Grunaustraße erschien, machten sich die Helfer Sorgen. Nur durch Zufall entdeckte Mitarbeiter Kai Kuhnert den völlig erschöpften Mann. Um ihm zu helfen, rief Kuhnert eines Rettungswagen.

Die Sanitäter hätten den Obdachlosen jedoch nicht mitnehmen können. „Kein Krankenhaus in Dortmund wollte ihn entgegennehmen. Solange er sich noch sprachlich äußern kann, nicht bewusstlos ist oder stark alkoholisiert, erklärt sich niemand bereit, ihn aufzunehmen“, so Kollotzek. Erst die Androhung, mit dem Fall an die Öffentlichkeit zu gehen, hätte die Sanitäter zum Umdenken bewegt.
Schuppenflechte überzieht seinen Körper

„Ludwik ist ein lieber, freundlicher und genügsamer Mann“, erzählt Diana Kollotzek. Seit 25 Jahren wohne der gebürtige Pole mittlerweile in Deutschland. Die deutsche Staatsbürgerschaft habe er nicht. Auch eine Krankenversicherung würde er nicht besitzen.

Schuppenflechte überzieht Ludwiks gesamten Körper, die für üble Entzündungen gesorgt hatte. Normalerweise müsste er regelmäßig gebadet und eingecremt werden, um die Krankheit einigermaßen in Schach zu halten. „Stattdessen war er Kälte, Nässe und seinem Alkoholismus ausgesetzt – nicht gerade förderlich für seine Heilung“, beklagt Kollotzek.

Dabei wurde Ludwik über das Amtsgericht eine Betreuerin gestellt. Allerdings konnte die Frau, laut Kollotzek, noch nicht ausfindig gemacht werden.
Krankenhausaufenthalt auf Zeit

Letztendlich landete Ludwik in einem Hospital in Unna. Dort wird seine Schuppenflechte nun angemessen behandelt. „Als wir ihn am Montag besucht haben, hat er sich wahnsinnig gefreut, uns wiederzusehen“, sagt die alleinerziehende Mutter. Ihre Kollegen und sie kennen den Mann schon besser, immerhin sei er Dauergast bei der wöchentlichen Essensausgabe.

Allerdings wird Ludwiks Aufenthalt erneut nicht auf Dauer sein. Sobald die akuten Entzündungen verschwunden sind, muss er sich dem anbahnenden Herbst stellen. Ohne medizinische Unterstützung.

Quelle: Der Westen

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Ein Witz: Abmahnung wegen Wassertrinkens!

Abgemahnt wegen zwei Wasserbechern!

Wasser-trinkenFrankfurt – Darf ein Krankenhaus-Mitarbeiter Wasser aus einem Wasserspender für Patienten trinken oder nicht? (Aus Bild.de)

Ein irrer Fall, mit dem sich das Arbeitsgericht Frankfurt beschäftigen muss. Metin Korkmaz (47) arbeitet seit 1995 als Techniker im Klinikum Höchst in Frankfurt. Im Dezember kriegt der zu 30 % Schwerbehinderte starke Kopfschmerzen im Dienst. Er nimmt eine Tablette, um die Schicht fortzusetzen. Spült sie mit einem Becher Wasser aus einem Spender im Wartebereich der HNO-Ambulanz runter.

Eine ehemalige Mitarbeiterin der Personalabteilung sieht’s, beschwert sich. Nur Patienten dürften das trinken!
Stand ein Verbotsschild da oder nicht?

„Ich war perplex, ist doch lächerlich“, sagt Korkmaz. Er kriegt eine Ladung zur Anhörung, später eine Abmahnung: Er habe sich aggressiv und respektlos gegenüber der Kollegin verhalten. Außerdem hätte ein Schild am Spender Wasserentnahme für Mitarbeiter untersagt. Die Rede ist sogar von zwei Bechern Wasser.

Korkmaz ist sauer, bringt den Fall vors Arbeitsgericht. „Ich war nicht aggressiv, und ein Schild stand dort auch nicht.“
Ist das nicht alles ein bisschen Kindergarten? Oder will die seit Jahren defizitäre Klinik, die bis 2021 in Frankfurt-Höchst 110 Stellen abbauen muss, sich so unbequemer Mitarbeiter entledigen?

Klinik-Sprecherin Petra Fleischer: „Es handelt sich bei dem von Ihnen geschilderten Fall um einen individuellen, besonders gelagerten Einzelfall, der in keinem Zusammenhang mit betrieblichen Entwicklungen des Klinikums steht. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns im Rahmen laufender Verfahren jedoch nicht vertiefend äußern.“Beim ersten Gerichtstermin gab es zwar keine Einigung. Die Personalabteilung nahm aber die Abmahnung wegen eines „aggressiven und respektlosen Tons“ zurück.

Stattdessen erhielt er eine neue Abmahnung wegen des Wassers. Neuer Gerichtstermin. Die Klinik bleibt stur. Die Anwältin beharrt darauf, dass das Wasserabzapfen für Korkmaz verboten war, wirft ihm sogar vor, den Arbeitgeber zu mobben. Seit Jahren würde er sich nur beschweren. Im Dezember wird weiter verhandelt.

Quelle: Bild.de

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