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500.000 Sanktionen im 1. Halbjahr

Jobcenter stolz auf ihre Bestrafungsbillanz – von der “Erziehung” und “Bestrafung” von Erwachsenen und der älteren Generation

 

Da legt der Fallmanager Dich doch glatt uebers Knie!

Da legt der Fallmanager Dich doch glatt uebers Knie!

Wow, Gratulation an die Jobcenter! Sie haben es geschafft, ihre Schreckensbillanz des Rekord-Strafjahres 2013 nocheinmal zu übertreffen! Dieses Halbjahr sind
sogar noch 12.000 Sanktionen mehr! Da müssen die Jobcenter-Bosse ja gleich das eingesparte Geld selbst als Bonus oben drauf bekommen!

Im Durchschnitt wurden vom absoluten ExistenzMINIMUM noch einmal ein Drittel – nämlich 30% bzw. 107 Euro für endlose 3 Monate gekürzt. Die Dunkelziffer, das wissen wir ja
inzwischen, dürfte bei 1.000.000 “versuchter” Sanktionen liegen, wovon durchschnittlich die Hälfte mittels Klage und positivem Richterentscheid abgewehrt werden können.

Man kann ihn schon etwas als lächerlich bezeichnen, diesen Wahn, Erwachsene und sogar ältere Menschen erziehen bzw. bestrafen zu wollen. Ein unglaublich entwürdigender Zustand für die Betroffenen. Da hat man jahrzehntelang gearbeitet und ist durch eine Firmenpleite, betriebsbedingte Kündigung, Krankheit oder ähnliche Schiksalsschläge arbeitslos geworden, und muss nun diese entwürdigende Prozedur der Jobcenter über sich ergehen lassen.

Bewerbungen über Bewerbungen schreiben, um immer und immer wieder aufs neue erfahren zu müssen: “Du bist zu alt, dich will niemand mehr, dich braucht niemand mehr, du bist
absolut überflüssig…” Es wird die “freie Zeit” abgesessen und ausgesessen, bis dann wieder die “Schikane-Zeit” anbricht. Irgendjemand hat sich ausgedacht, dass es keine 12 Monate einfach nur der Bewerbungen und Arbeitsbemühungen geben darf, und das alles versucht werden muss, um doch irgendwie Sanktionen herausholen zu können.

Ein perfides System. Da gehoert wirklich schon eine perfide Menge Obrigkeitshoerigkeit dazu, damit so etwas funktioniert!

Ein perfides System. Da gehoert wirklich schon eine perfide Menge Obrigkeitshoerigkeit dazu, damit so etwas funktioniert!

Wie Inge Hannemann sagte, gibt es regelrechte Bestrafungs-Hitlisten unter den Jobcentern, die untereinander im Konkurrenzkampf stehen, wer am besten Strafen kann. Wer hat sich so ein perfides System nur ausgedacht? Immer will keiner die Verantwortung übernehmen, wenn es zu Tragödien kommt.
Die Mitarbeiter sind gestresst, überfordert, fertig mit den Nerven. Die Hartz IV – Empfänger sind terrorisiert, entwürdigt, verzweifelt, in panischer Existenzangst. Das
Mindeste vom Mindesten noch kürzen, so dass z.B. eine Stromrechnung durch eine Sanktion entsteht, die dann zum jahrelangen Abzahl-Albtraum wird.

Junge Schnösel von 30 Jahren entscheiden über die grausame Verschlimmerung von Schiksalen von Leuten, die ihre Eltern sein könnten. Per Unterschrift und Stempel die
Leute an den Rand des Selbstmords treiben, nach Hause fahren, und mit der Freundin ins Restaurant fahren – wie fühlt man sich da, wie schaut man morgens in den
Spiegel? Und wie kann es sein, dass so ein System hält, wenn es die überwältigende Mehrheit gar nicht haben will? Wie kann es sein, dass im Zeitalter von Internet,
Smartphones und Twitter es unmöglich erscheint, dass die Menschen sich koordinieren um GEMEINSAM und ALLE AUF EINMAL das verhasste System zum
Zusammenbruch zu bringen?

Man sollte meinen, NICHTS IST EINFACHER ALS DAS. Warum sollten Wörter von ein paar grauen Greisen UNS ALLE INS UNGLÜCK
stürzen können? Ist der Deutsche so obrigkeitshörig, so dermassen arschkriecherisch, dass die eiskalten und herzlosen Marionettenzieher sich alles, aber auch alles
erlauben können? Wie lange noch reicht ein grauer Briefumschlag, um über Elend oder Unglück zu entscheiden?

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