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Bescheidenheit ist Freiheit

Arbeitslosigkeit aus einem anderen Blickwinkel

 

 

Die meisten Arbeitslosen fühlen sich ausgegrenzt. Ich fühle mich frei.

Die meisten Arbeitslosen fühlen sich ausgegrenzt. Ich fühle mich frei.

Arno Dübel, “der frechste Arbeitslose Deutschlands” ist das wohl prominenteste Beispiel für eine Person, die nicht über Hartz4 klagt, sondern mit dem Zustand zufrieden ist. Daher wird er von allen Seiten verteufelt. Doch hat er so Unrecht?
Ich sage: Nein! Hartz4 kann ein Segen sein! Warum muß der Mensch alle möglichen unsinnigen Dinge anhäufen? Teuere Handyverträge haben? Versicherungen haben? Autos und Motorräder abzahlen? Häuser abzahlen? Ich sage: Bescheidenheit ist Trumpf! Dann wird die Arbeitslosigkeit zur Hamsterradlosigkeit.

Die ewigen Diffamierungen über sogenannte “Schmarotzer” sind lediglich Regierungspropaganda. Arbeitslose pumpen keine Steuergelder in das kriminelle System, sondern ziehen es raus. Ein paar Gewehre weniger für Kriegstreiberin Von der Leyen, ein paar Asylantengelder weniger, ein paar Diätenerhöhungen weniger, ein paar Luxuskarossen weniger, ein bisschen Euro-Bürokraten-Unterstützung weniger und so weiter und so fort.

Muß der Mensch ein “geregeltes Leben” haben? Ist es nötig, dass jede Stunde des Lebens vorbestimmt ist? Ich behaupte: Keine einzige Person, die morgens um 7 auf der Straße ist, will dort sein. Ganz recht: keine einzige Person will das tun, was sie tut, sie scheint im wahrsten Sinne des Wortes ferngesteuert. Alle quälen sich zu einer sogenannten “Pflicht”.

armutIch sag euch was: der Mensch hat nur eine Pflicht: irgendwann zu sterben. Und diese Pflicht ist zeitlich begrenzt, das heißt die Uhr läuft kontinuierlich ab. Zeit ist das einzige begrenzte Gut. Geld ist lediglich Papier. Warum lassen wir unser Leben von Papier bestimmen? Warum ist der Mensch die einzige Spezie, die mehr haben will, als sie wirklich zum Leben braucht? Nahrung und ein Dach über dem Kopf, das sollte genug sein. Können wir nicht einmal zufrieden sein?

Was ist nur dran an dem ganzen unnötigen Krempel, den Millionen und Abermillionen unnötigen Artikeln? Warum wollen wir das unbedingt haben? Warum muß man 20 Hosen haben, wenn 5 auch reichen? Warum 50 paar Schuhe, wenn 5 reichen? Warum investieren wir unsere kostbare Lebenszeit damit, diese Dinge finanzieren zu können? Warum seid ihr so erpicht darauf, zurück ins Hamsterrad zu kommen?

Warum schämt ihr euch so, Dieben, Verbrechern, Kriegshetzern und Grenzöffnern auf der Tasche zu liegen? Wenn Du jetzt denkst, “der liegt uns allen auf der Tasche und will nur nicht arbeiten”, dann behaupte ich: du willst auch nicht arbeiten. Auch du freust dich auf das Wochenende und deinen Urlaub. Und jeden Tag auf den Feierabend. Und – du würdest nicht mehr lange arbeiten, wenn ich dir 1 Million Euro schenke.

Nein zum Hamsterrad.

Nein zum Hamsterrad.

Aber warum glaubt der Mensch, er müsse erst 1 Million Euro haben, um sich vom Hamsterradsystem befreien zu können? Ich sage: was “Flüchtlinge” können, kann ich schon lange. Daher arbeite ich nicht, und habe es auch nicht vor. Vielleicht, wenn mir jemand einen gerecht bezahlten Job anbietet  (ja, richtig gelesen: anbietet. Warum sollte ich etwas suchen, was offenbar nicht vorhanden ist?), von dem ich leben und mit dem mir keine Altersarmut droht, würde ich es aus lauter anerzogenem Anstand wohl machen. Aber darauf zu hoffen, ist aussichtslos.

Stattdessen genieße ich das Leben, wie es in diesen Grenzen möglich ist. Und dabei bin ich zu dem Schluß gekommen: eigentlich fehlt mir ja gar nichts. Was sollte ich denn sonst noch wollen und wozu? Ein Auto? Ich wüsste nicht, wohin ich fahren sollte. Ich meine: freiwillig fahren und nicht nur dazu, um zu einem Hamsterradplatz zu kommen. Einen teuren Hanyvertrag, damit ich permanent mit diesem Hypnotisator beschäftigt bin? Ne, danke, mir geht es gut.

Ich wache ohne Weckerschrillen und dem damit verbundenen Schreck, Adrenalinstoß und Herzklopfen auf. Mache mir gemütlich mein Frühstück und frühstücke in aller Ruhe. Ohne jegliche Hetze und Eile. Das hat was, sage ich euch. Das Sonntagsgefühl – jeden Tag. Ich brauche kein “Gebrauchtwerden-Gefühl”, denn das wird schamlos ausgenutzt, siehe Pflegekräfte, Zeitarbeiter, Kassiererinnen usw.

Und: ich habe mich nicht mit der Situation “arrangiert” und mich damit abgefunden, für immer arm zu sein. Ich geniesse es bewusst, jeden einzelnen Tag. Besonders der Montag hat es mir angetan, wenn alle anderen mieß gelaunt ins Hamsterrad fahren und ich gemütlich zuhause bleiben kann. Es ist unglaublich: vom Kleinkind bis zum Opa sind alle in diesem Hamsterradrythmus gefangen. Alle tun den ganzen liebenlangen Tag Dinge, die sie nicht tun wollen – nur um mehr Geld zu haben, als sie eigentlich brauchen.

Warum sind wir Menschen die einzige Spezie, die mehr will, als sie braucht? Wir brauchen keinen Kram, den wir eh nicht mit ins Grab nehmen können. Aber wir wollen unser ganzes Leben damit verbringen, diesen Kram anzuhäufen. Unglaublich eigentlich. Ich nicht.
Und ja – ich bin faul. Jedes Lebewesen ist faul und versucht sein Leben mit dem geringstmöglichen Energieaufwand zu meistern. Und wer was anderes behauptet, lügt. Das Wort “Faulheit” wurde von denen erfunden, die uns gerne 50% und mehr der Früchte unserer Arbeit wegnehmen. Und so lange das so ist, sage ich: ich liege lieber auf deren Tasche, als die Regierung auf meiner. Und mach mir ein schönes, gemütliches und bescheidenes Leben. Bescheidenheit ist nichts Negatives. Es ist weder Unmotiviertheit noch Unstrebsamkeit.

“Freiheit bedeutet nicht, tun zu können, was man will. Sondern nicht zu tun, was man nicht tun will.”
Autor: M. S.

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