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Die Betrugsaffäre Webasto

30% Gehaltskürzung für Arbeitsamt “zumutbar” : Mann wird von Firma gekündigt – und erhält dort Angebot als Leiharbeiter im selben Job

Von Welt.de:

Guertel-enger-schnallenIn Bayern soll eine Firma einem Mann gekündigt haben, dem daraufhin sein Job als Leiharbeiter angeboten wurde. Zu 70 Prozent des vorherigen Gehalts, wie er sagt. Diese Aktion sei unwürdig für das bekannte Unternehmen, so die IG Metall.
Einem Mann, dem von seiner Firma zum Jahresende gekündigt wurde, ist von der Agentur für Arbeit die gleiche Stelle als Leiharbeiter angeboten worden. Das berichtet der 46-Jährige in der „Passauer Neuen Presse“.

Elf Jahre hat Daniel Linke nach eigenen Angaben für den deutschen Automobilzulieferer Webasto im bayerischen Hengersberg als Maschinen- und Anlagenführer gearbeitet. Ende August sei ihm „betriebsbedingt“ zum Ende des Jahres 2018 gekündigt worden, berichtet er. Im Januar habe er dann einen Vorschlag der Agentur für Arbeit erhalten. Der 46-Jährige sollte wieder als Maschinen- und Anlagenführer arbeiten, wieder in Hengersberg, doch als Leiharbeiter und für ein deutlich geringeres Gehalt. Linke spricht von „70 Prozent seines bisherigen Lohns“.

Laut Betriebsrat hat das Unternehmen Webasto, das insgesamt rund 13.000 Mitarbeiter beschäftigt, zuletzt 54 Mitarbeitern gekündigt, bis 2020 sollen es 160 werden. Die Firma begründete dies im Frühjahr laut Betriebsrat mit weniger Aufträgen und der Verlagerung der Produktion in die Slowakei. In einem Statement der Zeitung gegenüber begründete das Unternehmen die Kündigungen mit Kostendruck und kurzfristigen Nachfrageschwankungen. Deshalb arbeite Webasto auch mit Zeitarbeitsfirmen zusammen. Sollten längerfristig wieder mehr Arbeitskräfte benötigt werden, werden die gekündigten Mitarbeiter, „wenn sie auf uns zukommen, vorrangig berücksichtigt“.
Firma will 38 Leiharbeiter beschäftigen

Doch schon im Januar, nach der ersten Kündigungswelle, sei man an den Betriebsrat herangetreten, der die 38 Leiharbeiterstellen freigeben sollte. „Wir mussten zustimmen, sonst liegt ja die Produktion brach“, sagt ein nicht namentlich genanntes Webasto-Betriebsratsmitglied der Zeitung.

Heinz Hausner von der IG Metall ist entsetzt: „Was sich in Hengersberg abspielt, ist des Unternehmens nicht würdig.“ Er kritisierte, dass bei der ersten Kündigungswelle auch Schwerbehinderte betroffen gewesen seien.

Einfach ablehnen kann Daniel Linke das Arbeitsangebot als Leiharbeiter nicht. Eine Sprecherin der Agentur für Arbeit wies darauf hin, dass Arbeitslose, die Leistungen beziehen, bereit sein müssen, die Arbeitslosigkeit zu beenden. Wer sich weigert, riskiere eine Sperrzeit. „Es mag in diesem Fall vielleicht nicht schön klingen, ist aber Tatsache, dass es hier einen Arbeitsplatz gibt, der zumutbar ist, noch dazu in das Fachgebiet des Mannes fällt.“ Linke hofft nun, dass er einen anderen Arbeitgeber findet. Er hat sich ohne die Arbeitsagentur selbst bei einer anderen Firma in Sachsen beworben.

Quelle: Welt.de

AusbeutungAnmerkung: . Es ist also “zumutbar”, 30% Gehaltsdiebstahl hinzunehmen, sonst wird dir deine jahrelang eingezahltes Arbeitslosenversicherungsgeld vorenthalten, bis dir die Obdachlosigkeit droht. Gut ausgeklügelt.  Was für ein mieses, kriminelles Pack! Pfui Teufel, ich kotze. Natürlich, das sagt eine “Sprecherin”. Für die Betrügereien werden gerne schöne, junge Frauen vorgeschickt, die dir dann mit einem Lächeln im Gesicht den Betrug ins Gesicht zwitschern, als sei es das normalste der Welt. Liebe deutsche Frauen: gebt euch nicht für sowas her! Es sei denn, ihr sagt:”Tut mir leid, ich schäme mich für unseren Arbeitsgeber, aber man hat beschlossen, sie zu betrügen. Ich empfehle ihnen, einen Anwalt aufzusuchen”.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://hartz4kontakte.com/die-betrugsaffaere-webasto/

1 Kommentar

  1. Hengstenberg

    Hallo,
    Webasto steht für Werner Baier, Stockdorf. Stockdorf ist ein Vorort von Starnberg. Hier ist die Zentrale der Firma. Eine Bewerbung vor Ort mit Bitte um persönliche Übergabe der Bewerbungsmappe war vor Jahren nicht möglich, trotz angeblichem Ingenieursmangel.
    Allerdings wurden zu dieser Zeit sehr viele Studenten gesucht, damit diese die Arbeit billiger machen als Fachkräfte. Das heißt dass Bachelor- oder Masterarbeit und dauert etwa sechs Monate bei sehr geringer Entlohnung/ Aufwandsentschädigung, aber auf hohem Niveau. Fragt sich, ob nicht auch einfach eine Idee, wie man Einkommen drücken kann, auch in obigem Fall eine Rolle gespielt haben könnte?
    Keineswegs möchte ich hier irgend etwas werten, sondern nur allgemein bekannte, komplett frei recherchierbare Informationen im Interessensfall geben. Solche Vorkommnisse haben vielleicht überhaupt nichts mit dem schönen Bayern zu tun.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hengstenberg

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