«

»

Beitrag drucken

Die Schande mit der gerechten Bezahlung

Wirtschaft protestiert weiter gegen Mindestlohn

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Darf man von seinem Lohn leben können? Oder ist das ein Verbrechen? Kaum gilt der Mindeslohn, laufen die Unternehmer schon wieder dagegen Sturm. Es ist zum Heulen, offenbar hat in der Wirtschaft heutzutage keiner mehr das geringste Mitgefühl mit den Menschen, die die Leistung für die Unternehmen erbringen, aber so gering bezahlt werden sollen, dass sie von ihrem Lohn nicht leben können.

Ob auch nur einer der Bonzen mal eine Woche mit dem Geld zu leben versucht, mit dem man die Angestellten abspeisen will? Kann man von dem Mindestlohn überhaupt leben? Auf jeden Fall mehr schlecht als recht, aber das ist scheinbar eine Zumutung. Die Angestellten sollen von ihrem Lohn wohl nicht leben können, der Staat kann ja dazuzahlen und aufstocken.

Es war ja so bequem in den letzten Jahren, wo der Staat den größten Teil der Lohnkosten trug, haufenweise Leiharbeiter in die Firmen zwang, 1,50-Euro-Kräfte zur Verfügung stellte und der Lohn aus der Portokasse bezahlt werden konnte.

Und die Presse? Immer schön auf der Seite der Wirtschaft, die den “Geiz ist geil” – Deutschen immer vorrechnet, was jetzt alles teurer wird. Der alle 3 Monate fällige Haarschnitt wird jetzt ein Riesenloch in die Haushaltskasse reißen, weil die bösen Angestellten sich erdreisten, tatsächlich 8,50 kassieren zu wollen. Die Friseuse als die neue Gutverdienerin.

Obwohl der größte Teil der Bevölkerung eindeutig FÜR den Mindestlohn ist, tut die nicht ganz zu Unrecht mit dem Namen “Lügenpresse” versehene Medienlandschaft so, als sei es umgekehrt und der Mindestlohn sei der reinste Horror für die Bevölkerung.

Daß unter den Lesern auch 20 Millionen Menschen sind, für die der Mindestlohn die reinste Erlösung ist (wäre), vergißt man wohl mit Absicht. “Wäre”- der Mindestlohn WÄRE eine Erlösung, wenn da nicht der Staat wäre, der auf diesen Hungerlohn auch noch Steuer und andere Abzüge kassieren würde.

Paradox – der Staat nimmt von dem lächerlichen Minimalgehalt einen Teil weg, um ihn dann wieder aufzustocken. Dabei bleibt ein großer Teil des erwirtschafteten Geldes natürlich in den Taschen der Sesselpupser der Verwaltungsbehörden, die ja  auch leben wollen (und zwar besser als diejenigen, die von ihnen verwaltet werden). Damit der Mindestlohn überhaupt eine Verbesserung der Angestellten bringt, müßte er komplett steuer- und abgabenfrei sein.

Dem Arbeitnehmer bleibt keine Luft mehr zum Atmen - das kann nicht so weiter gehen.

Dem Arbeitnehmer bleibt keine Luft mehr zum Atmen – das kann nicht so weiter gehen.

Gehälter unter 2000 Euro dürften überhaupt keine Abzüge bekommen. Dann bräuchte sich keiner mehr Zusatzleistungen vom Staat zu beantragen, aber “wer soll das bezahlen?”

Wer soll das denn bezahlen? Ich mache einen Vorschlag: das amerikanische Unternehmen Amazon zum Beispiel, dass trotz Milliardenumsätzen in Deutschland so gut wie keine Steuern zahlt. Wie wär´s denn damit?

Ach ja, Großkonzerne sind ja praktisch von den Steuern befreit oder versteuern die Riesenumsätze in Luxemburg oder anderswo. Ob so eine Amazon-Lagerhalle wenigstens GEZ-Zwangsgebühr zahlen muß?

Also solange die Dinge so gehandhabt werden, nützt der beste Mindestlohn nichts. Alle zusätzlichen Kosten landen wie immer in den Taschen der Verwaltungshengste. Aber sonst hätten wir ja noch mehr Arbeitslose.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://hartz4kontakte.com/die-schande-mit-der-gerechten-bezahlung/

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sie können diese HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Show Buttons
Hide Buttons