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Die Todesstrafe mitten in Deutschland

todesurteil_deutschlandWieder ein Todesfall – diesmal die obdachlose Elli aus Düsseldorf

“Die Obdachlosen wollen ja so leben”, sagt der von Medienmanipulation verblendete Pöbel. Oder vielleicht doch nicht?

Ich sag euch, was da schief gelaufen ist: ein Schreibtischverbrecher schickte irgendwann einen Brief ab mit den Worten: “Es wird ein vollständiger Wegfall Ihrer Leistungen festgestellt.” Gerade so, als wolle er sagen: Es wird festgestellt, dass das Wetter wieder besser wird. Schön unpersönlich und anonym, keiner trägt die Verantwortung. Außer der bösen Hartz4-Empfängerin selbst, versteht sich. Warum will das “faule Pack” auch nicht an sinnlosen Maßnahmen teilnehmen? Und dann noch schön darunter: “mit freundlichen Grüßen”. Ganz belangloser, freundlich gehaltener Brief. Einfach mal so nebenbei die Todesstrafe ankündigen, ganz formell und freundlich. Sie haben Ihr Recht auf Leben verwirkt, wenn Sie nicht nach der Pfeife des Jobcenters tanzen. Dumm gelaufen, aber die Schuld hat natürlich niemand. War wohl purer Zufall, daß es so kam.

Düsseldorf (Express-Köln) – Die Altstadt. Die Mauer neben dem „Kom(m)ödchen. Grablichter flackern im Wind. Worte  an der Wand: „Wir bitten um eine Kranzspende.“ Obdachlose weinen. Sie trauern um ihre „Elli“, die  am 28. Dezember hier auf dem Boden in eisiger Kälte starb.
Tagebuch in der Kirche

Ein grausamer Tod, der erschüttert. Eine 48-Jährige, die zu Lebzeiten ihr Leid niederschrieb – in einem Tagebuch in der  Kirche. Worte, die tief unter die Haut gehen. Lesen Sie von einem Menschen, der an sich und dem Leben zerbrach…!

Ich stehe in der Andreas-Kirche. Tanja, eine Freundin der obdachlosen „fiftyfifty“-Verkäuferin „Elli“, Elvira N., zeigt mir das Buch „Lob Dank Bitte“ – ein Buch der Zuflucht:  „Hier schrieb sie rein, was sie fühlte. Jeder kann hier was reinschreiben. Alle können es lesen. Elli war immer für uns da, half, ohne sich selbst helfen zu können.“
Rührende Worte

kakalaken-koalitionDa steht: „Entschuldige, dass ich immer ein oder zwei Kerzen  mitnehme. Ein Licht, wo es jetzt solange dunkel ist, hilft mir, mich zu besinnen. Ohne Lämpchen fühle ich mich verloren, als hätte ich keinen Kompass mehr.“

Tanja: „Sie schrieb diese Worte an Maria, die Muttergottes, die sie verehrte und die ihr noch Halt gab.“
Elli war für alle da

Man sah Elli oft auf der Kö, an den „Schadow Arkaden“ oder in der Altstadt. Sie hörte zu, wenn ihre Schicksalgefährten sie um Rat oder Hilfe baten. Adrett sah sie immer aus, klug war sie, gebildet. Ertränkte ihren Schmerz über die vor zwei Jahren verstorbene Mutter im Alkohol.

Niemand sah ihr an, dass sie auf der „Platte“ war. Sie hat es nicht gepackt. Ihr „Freunde“ waren Drogen und Alkohol. Sie waren es auch, die sie in der Kälte sterben ließen.

Sie merkte es nicht. Auch die vielen Menschen nicht, die an der Leblosen vorbeieilten, bis einer doch mal anhielt und sie zu wecken versuchte – zu spät! Auch zwei Notärzte konnten nicht mehr helfen.
Von Familie losgesagt

Wegen einer Wohnungsräumung lebte sie im Niemandsland der Stadt, hatte sich losgesagt von der Familie, fühlte sich immer mehr ausgegrenzt. Um zu überleben, verkaufte sie die Obdachlosen-Zeitung, war in deren Beirat.

Aus Ellis Tagebuch: „Ich kann nicht mehr. Zwei Nächte habe ich draußen geschlafen. Mit Feuerzeug in der Hand (Angst!) … was soll ich denn tun? Obwohl es kälter ist als anderswo … meine innere Kälte wiegt schlimmer.“
Gefährten trauern

„Elli ist tot!“ ging wie ein Lauffeuer durch die Altstadt. Ihre Schicksalgefährten kamen zum Kay-und-Lore-Lorentz-Platz, standen weinend und zitternd am „Kom(m)ödchen“, rangen nach Worten.

Nach und nach kamen rote Grablichter zusammen. Einer klebte einen Zettel an die Wand, mit der Bitte um Kranzspenden – abzugeben im nahen Büdchen „Süßland“. Karge 150 Euro kamen zusammen für einen schlichten, aber ehrlichen Kranz des  Mitgefühls.
„Fühle mich allein“

Benno (48, Name geändert): „Die Not hat sie besinnlich gemacht. Schlimm wurde es, als ihr geliebte Mutter starb. Ihre Zuflucht war die wärmenden Andreas-Kirche, in der sie ihr Leid ins Buch schrieb, das da ausliegt. Wir vermissen sie so sehr.“

Im Buch steht noch: „Mich berührt meine innere Einkehr und meine Geborgenheit und meine Ruhe hier in dieser Kirche. Ich bin dankbar dafür. Das Schreiben an Dich, Maria, hilft mir, etwas von meinem Schmerz zu lindern. Fühle mich allein, im Stich gelassen. Wofür diese Strafe? Elvira.“

Tja, dumm gelaufen, Elli. Man konnte es dem “Steuerzahler” leider nicht zumuten, dich vor dem Tod zu bewaren. Man kann dem Steuerzahler zwar zumuten, Panzeraufmärsche an der russischen Grenze zu finanzieren. Auch Bankenrettungen zu betreiben kann man dem Steuerzahler zumuten. Die korrupte Elite von Pleite-Staaten noch reicher zu machen, das kann man ihm auch zumuten. Eine Muslim-Armee kommend aus sicheren Nachbarstaaten zu finanzieren, kann man dem Steuerzahler ebenfalls zumuten, gar kein Problem. Aber die “faule Säuferin Elli” vor dem Tod zu bewahren, das ist unzumutbar. Wirklich, absolut unzumutbar. Das faule Pack bekommt, was es verdient. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.

demokratie

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