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Drogentests für Arbeitslose – bizarrer geht´s nicht mehr!

Spinnereien hoch 3 bei manchen Politikern!

Drogen getestet werden. Aber Vorsicht: sie kratzt!

Von mir aus kann meine Katze auf Drogen getestet werden. Aber Vorsicht: sie kratzt!

Drogentests für Arbeitslose – was für ein Hirngespinst! Mir fehlen da echt die Worte und ich weiss nicht recht, was ich darüber schreiben soll. Ich hatte ja diese Woche schon über das Thema geschrieben, nämlich im dem Zusammenhang, dass sich Hartz4-Empfänger wohl kaum Drogen leisten können. Drogen sind extrem teuer – und Hartz4-Empfänger haben extrem wenig Geld. Das passt also überhaupt nicht zusammen!

Nun mal angenommen, Hartz4-Empfänger hätten doch viel Geld – durch eine überraschende Erhöhung des Satzes, oder Drogen würden zu Discounterpreisen im Supermarkt verkauft oder bei der Tafel verschenkt. Selbst dann würde ein solcher Test recht wenig Sinn machen. Was soll man damit bezwecken wollen? In der Umfrage (siehe Bild) sehe ich grade, das solle wichtig für den Arbeitgeber sein. Naja, natürlich ist es
interessant zu wissen, ob die zukünftigen Angestellten Drogen nehmen. Genauso interessant, wie es zu wissen wäre, ob die aktuellen Angestellten Drogen nehmen.

Bei einer Fernsehsendung – ich glaube es war Frontal 21 – wurden Drogenabstriche auf öffentlichen Toiletten gemacht: Im Bundestag, in Kinderkrippen und sogar im Krankenhaus. Da kam überall positiv heraus. Spinnen wir das Ding mal weiter: Also angenommen, ein Arbeitsloser wird getestet und ist negativ – steigen dann seine Chancen auf den Job??Oder umgekehrt: er ist positiv getestet worden: heißt das dann, er bekommt den Job nicht? Mit anderen Worten: er ist befreit und darf wieder nach Hause gehen? Wird ihm dann eine Therapie angeboten?
Und wie soll das ganze ablaufen? Es heißt, auf freiwilliger Basis. So freiwillig wie die Eingliederungsvereinbarung oder wirklich freiwillig? Wofür? Um die das letzte Promille an Chancen auf einen erneuten Berufseinstieg von Betroffenen zu vereiteln? Oder sollen sie vielleicht gleich als “unvermittelbar” aus der Statistik genommen werden? Dann würde man natürlich gleich einen Sinn erkennen.

umfrage_drogentestAber ansonsten gilt mit Sicherheit: der negativ getestete Arbeitslose hat keinerlei Vorteil davon, und der positiv getestete kann gleich ganz zu Hause bleiben. Jetzt kommt in mir auch die Frage nach dem Datenschutz auf: will das Jobcenter in der Welt herumposaunen, welche Person, wo wohnhaft, schon einmal mit Drogen zu tun hatte? So nach dem Motto: Vorsicht ihr Arbeitgeber, stellt den besser nicht ein? Das wäre ja mehr als ein Schuß nach hinten! Was um Himmels Willen soll das? Also bizarrer geht´s wirklich kaum noch.

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