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Experte vergleicht Hartz 4 mit den 2 Weltkriegen

BA-Chef Weise bejubelt währenddessen angebliche Fortschritte durch Agenda 2010

2 grundverschiedene Meinungen.

2 grundverschiedene Meinungen.

So unterschiedlich können die Meinungen sein. Unglaublich. Der Eine, nämlich BA-Chef Weise findet, es habe noch nie so ein tolles Programm zur Förderung von Arbeitslosen gegeben und lobt die Agenda 2010 in höchsten Tönen. Der andere, Focus-Experte Butterwegge, vergleicht die Auswirkungen der Agenda 2010 gar mit den Folgen der 2 Weltkriege.

Diese Sichtweise scheint der Wahrheit wohl eher ein bißchen näher zu kommen. Was für eine verzerrte Meinung bekommt man auf seinem zerpupsten Sessel von den Dingen? So eine, dass man nur eigene Glanz und Gloria mitbekommt und sich einbildet, ein aktiver, erfolgreicher und lobenswerter Teil einer grandiosen Sache gewesen zu sein?

Krawattenträger mit beschränktem Horizont, kann man da nur sagen. Der Boss des Roten Ahs Weise findet, das Prinzip des “Föderns und Forderns” hätte zur Folge, dass heute 800.000 Arbeitslose weniger da wären, als wenn es das Programm nicht gäbe. Wieder so einer der glaubt, dass Leute, die ihr Geld vom Jobcenter bekommen, aber zufällig in einem Häkelkurs “versteckt” sind, keine Arbeitslosen sind.

Geistige Umnachtung kann man das nur nennen. Alle in Maßnahmen und 1 Euro-Jobs gezwungenen Leute sind angeblich nicht arbeitslos. Ist ungefähr so, als wenn ich meine Schmutzwäsche unters Bett kehre und behaupte, sie sei nicht da.
Da hat der Herr Christoph Butterwegge doch schon eine wesentlich realistischere Sicht der Dinge. Er spricht von “seelischen Wunden und Spaltung der Gesellschaft”, was den Nagel auf den Kopf trifft. Laut Butterwegge werden Personen stigmatisiert, ausgegrenzt und isoliert, wo ich ihm nur 100%ig beistimmen kann. Wie Butterwegge sagte, habe sich die Fallhöhe für alle anderen Mitglieder der Gesellschaft ebenfalls erhöht.

Arbeitnehmer sind gezwungen, geringere Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen zu akzeptieren und die Angst vor dem Absturz ist präsent bei allen Durchschnittsbürgern. Butterwegge geht sogar so weit zu sagen, das die Folgen der Hartz-Gesetze mehr seelischen Schaden angerichtet haben, als die beiden Weltkriege.

Das stimmt – die Leute sind traumatisiert. Die Sicherheit, die der Arbeiter in Deutschland hatte, wurde
S Y S T E M A T I S C H  zerstört. Da haben die Bilderberger Affen gut geplant und noch besser ausgeführt, könnte man sagen.
Und leider könnte man auch sagen: es hat unglaublicherweise so gut geklappt, weil sich der Deutsche einfach zu leise und zu beflissen wegduckt, und der Obrigkeit dermaßen hinterherwieselt, das man einen Schreikrampf kriegen könnte.
Es sind nur wenige, die dem teuflischen Spielchen die Strin geboten haben und es ist entsetzlich primitiv, dass es nur Ausnahmen geblieben sind. Ich meine Inge Hannemann, die als “Vollstreckerin” das System fallen ließ und sich auf die andere Seite schlug. Man hätte meinen können, die Zeit und das Leid seien reif für eine Kettenreaktion und die Kollegen würden fallen wie Dominosteine. Sind sie aber nicht, denn der Druck und die Angst wurden mit teuflischer Geschicktheit auch auf sie projiziert.

Durch Zeitverträge und Drohungen  sind diese traurigen Marionetten so dermaßen eingeschüchtert, das es ihnen leichter von der Hand geht, ihren Mitmenschen gnadenlos Schaden zuzufügen. Und das ist wahrscheinlich die größte Parallele zu den beiden Weltkriegen. Man sieht, das hat nichts mit Geschichte und der bösen Bevölkerung damals zu tun. Mit dem richtigen Druck und blanker Angst kann man die Menschen zu allen Schandtaten bewegen.

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