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Fastfoodketten wollen Mindestlohn unterwandern

Hamburger-Ketten stellen sich auf den Kopf, um dem Mindestlohn zu entgehen und Arbeitnehmer zu betrügen – Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Vergünstigungen etc. sollen wegfallen.

 

Der Ausbeutung soll auch mit dem Mindestlohn klappen.

Der Ausbeutung soll auch mit dem Mindestlohn klappen.

Es ist einfach nicht zu fassen: Jetzt wollen die Fastfood-Ketten den noch nicht einmal in Kraft getretenen Mindestlohn schon wieder aushöhlen, bevor er überhaupt gültig geworden ist! Das war ja klar! Es war nur eine kurze Fernsehmeldung wert, aber es ist ein unglaublicher Skandal. Nicht einmal das bißchen Mindeslohn gönnt man den gestressten Angestellten der internationalen Hamburger-Buden.

Was man bei dieser Nachricht natürlich vermißt: eine deutliche Warnung der Regierung an alle, die das versuchen könnten. Die kam nicht, und ich weiss nicht, ob sie noch kommen wird. In der Zeitarbeit kommt sie auch nicht, obwohl jeden Tag Millionen Arbeitnehmer betrogen werden. Es passiert einfach nichts, und das ist der Beweis dafür, dass der Regierung ihre eigenen Gesetze vollkommen, aber so was von vollkommen egal sind, dass einem eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken läuft.

Laut des Fernsehberichtes wollen die Fastfood-Ketten sowohl Weihnachtsgeld, als auch Urlaubsgeld und sonstige Vergünstigungen abschaffen, sobald der Mindestlohn kommt. Am Ende werden die Arbeitnehmer nicht mehr in der Tasche haben, als jetzt. Der ehrliche und fleißige Bürger ist nur noch ein Gespött für die Politiker.

Einfach so weiter machen wird keinem helfen. Wir werden alle in den sauren Apfel beißen müssen, und Sperren und Sanktionen riskieren müssen, wenn etwas geändert werden soll. Ich muß zugeben, ich blicke immer mit Neid in die Welt hinaus, wo Menschen sich zusammentun, um etwas zu erreichen. Im Moment bewundere ich die Leute in Hong Kong, wie sie gemeinsam dem System die Stirn bieten. Wie lange wird es bei uns noch dauern, bis es soweit ist? Offenbar ist der Leidensdruck immer noch nicht groß genug.

Wird es den Fastfood-Ketten gelingen, ihren Plan zu verwirklichen? Über 100.000 Arbeitnehmer mit den niedrigsten Einkommen hängen direkt davon ab. Sie haben jahrelang geduldig gewartet. Wird man ihre Geduld belohnen, oder werden sie erneut verarscht?

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1 Kommentar

  1. M.S.

    Genauso isses! Habe selbst einmal in so einer besagten Fastfoodkette gearbeitet. Die sollten sich schämen. Schon das allgegenwärtige amerikanische Gedutze ging mir richtig auf die Nerven….wir haben uns alle lieb und sind ne große Familie….Ich kann dieses Gelaber nicht mehr hören. Jetzt auch noch MiLo-Unterwanderung, woandes sollen die Stunden dafür gekürzt werden. Es wird sich schnell in Arbeitgeberkreisen rumsprechen, was die “beste” Methode ist, das Gesetz beugen können, und zu beugen und zu beugen…
    Sind wir nicht alle selbst schuld, das wir diesen “Volksmästern” und überhaupt diesen ganzem Konsumzwang auf den Leim gehen?
    Wir haben alle soziale Netzwerke, nutzen sie aber nicht wirklich. Mal eine ganze Stadt nur für eine Fastfoodwoche umsatztechnisch “trockenlegen”, würde den Leuten zeigen, wo der Hammer hängt!! Wir haben es in der Hand und die Macht. Man muss nur “wollen”.
    Aber die allgegenwärtige Werbeindustrie ist eben ein nicht zu unterschätzender “Partner” der Futtertrogindustrie!
    Für viele ist wahrscheinlich die Welt in Ordnung, so lange ein Burger nurn Euro kostet….

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