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Gute Wirtschaft und Hungerlöhne

Mindestlohn steigt – Armut bleibt

Bahn-VerschwendungMieten steigen, der Strom wird teurer und auch die Bahn kündigt eine erneute Preissteigerung von Fahrkarten an. Der Alltag in Deutschland gestaltet sich zunehmend teurer und trotz Mindestlohn wird es immer schwerer, diesen finanziell zu bewältigen. Auch die erneute Lohnsteigerung wird daran nichts ändern.

Gute Wirtschaft und Hungerlöhne

Zum 1. Januar 2019, soll der Mindestlohn um sagenhafte 34 Cent, also auf 9,19 Euro, erhöht werden. Ein Witz, wenn man bedenkt wie viele Menschen in Deutschland für den Mindestlohn arbeiten. Der deutschen Wirtschaft geht es gut und dennoch wissen Millionen von Menschen nicht, wie sie sich mit derartigen Hungerlöhnen über Wasser halten sollen. Die Kommission habe sich bei diesem Vorschlag, der noch vom Bundeskabinett durch eine Rechtsverordnung umgesetzt werden muss, am Tarifindex des Statistischen Bundesamtes orientiert. Dieser gebe wiederum die aktuelle Tariflohnentwicklung wieder. Dennoch wird die Erhöhung nicht ausreichen, um Beschäftigte aus der Armutsfalle oder aus Hartz IV heraus zu holen.
Mindestlohn in Deutschland besonders niedrig

Im Jahr 2018 erhöhten 19 der 22 EU-Staaten ihren Mindestlohn. Deutschland gehörte zu den drei Ländern, die es nicht taten. So auch Luxemburg, dort beträgt der Mindestlohn allerdings auch fast zwölf Euro.  Hinzu kommt, dass der Mindestlohn in allen westeuropäischen Ländern mehr als 9,40 Euro beträgt, außer in Deutschland und Großbritannien. Damit liegt er in Deutschland besonders niedrig im europäischen Vergleich. Trotz Erhöhung, ist der Mindestlohn aber auch in vielen anderen Ländern, gemessen am mittleren Lohnniveau, nach wie vor niedrig. In Deutschland erreicht er nicht mal die Hälfte des Medianlohns, der in etwas den Durchschnittslohn der Deutschen darstellt und liegt damit noch deutlich unter der Niedriglohnschwelle.
Armut trotz Vollzeitjob

Es ist erschreckend, dass viele in Deutschland lebende Menschen, trotz Vollzeitjob und Mindestlohn, kein existenzsicherndes Einkommen haben. Daran wird auch eine Erhöhung von 34 Cent nichts ändern. Die LINKE fordert daher den ausnahmslosen und allgemeinen Mindestlohn in Höhe von zwölf Euro die Stunde. Man müsse die Voraussetzung schaffen, dass man von der Arbeit wieder leben könne.

Denn anstatt etwas zu unternehmen, lässt die Bundesregierung die Betroffenen mit Niedriglohn in die Altersarmut laufen. Vielmehr müsste man den Beschäftigten das Gefühl vermitteln, dass sie dem Land mehr wert sind. Auch den gewünschten Konsumanstieg, wird man durch 34 Cent Lohnsteigerung wohl kaum erreichen. Der Wille zum Arbeiten ist vorhanden und sollte daher angemessen honoriert und den steigenden Kosten des Alltags angepasst werden. Wann hat das Wohl der Menschen so enorm an Wert verloren, dass nicht mal mehr versucht wird, ihnen aus der Armut heraus zu helfen und somit ihre Existenz zu sichern.

Quelle: Gegen Hartz

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