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Herzlichen Glückwunsch, Anja!

Nach 88 Zeitverträgen per Gerichtsbeschluss festangestellt!

Nun dauerhaft bei der Post: Anja Helfenstein.

Nun dauerhaft bei der Post: Anja Helfenstein.

Ich fasse es nicht. 88 Zeitverträge! Wie unglaublich ist das denn? Da will ich zu allererst der tapferen und supergelduldigen Frau Anja Helffenstein ganz herzlich zu ihrem wichtigen Sieg gratulieren! Gibt es eigentlich noch Unternehmen, für die ihre Mitarbeiter etwas zählen und eine Bedeutung haben? Gibt es noch Unternehmen, die so schlau sind, mitzubekommen, dass es sich bei einem sogenannten “Mitarbeiter” um einen Menschen handelt?

Offenbar kaum noch, jedenfalls zählt die Post nicht dazu. Denken die alle “rutsch auf den Knien und flehe uns an, dass wir dich ausbeuten dürfen”? Was muss in den Köpfen solcher Vorstände und Chefs vorgehen, die so mit freundlichen, fleissigen und kompetenten Mitarbeitern umgehen? Wo war der Anfang von dieser immer und immer mieseren Behandlung von Arbeitnehmern? Wo wird das Ende sein? Wie lange wollen wir das noch mit uns machen lassen?

Mitlererweile sind wir soweit, wir rutschen auf den Knien und flehen um Arbeit und ein bisschen Stabilität. Sorglosigkeit ist inzwischen das begehrteste Gut aller Arbeitnehmer. Keine Sorgen um den Job, keine Sorgen um die finanzielle Zukunft – entschieden von denen, die so ein Gefühl gar nicht kennen, nie gekannt haben und nie kennen werden. Wenn ich an Post-Chefs denke, kommt mir sofort der legendäre Herr Zumwinkel in den Sinn, der über 1 Mio. Steuern hinterzogen hat und dafür vor Gericht stand.

Solche Arten von Herrschaften sind es, die darüber entscheiden, wie es den Mitarbeitern geht und wie mit ihnen umgegangen wird. Was mag beim Zuständigen nach dem 87. Zeitvertrag durch den Kopf gegangen sein? “Einer noch, und dann verlängern wir nicht mehr?” Oder sind es viel komplexere Gedankengänge, die dahinter stecken? Ich sage noch einmal: ich mache eine tiefe Verneigung vor Frau Helffenstein!

Es reicht, dass die Leute nur jammernd und schluchzend dasitzen und sich mit allem abfinden! Was kann ich denn machen – ich kann da eh nichts ändern – wenn ich was mache, wirds nur noch schlimmer – ich hab keine Kraft mehr – – – solche Gedankengänge tragen zu nichts bei.

Leute wie Anja Helffenstein sind bewundernswert, weil sie den anderen “kleinen Leuten” zeigen, dass man dem System durchaus Nadelstiche beibringen kann. Ja, leider sind es nur Nadelstiche, aber wenigstens etwas!

Das ist die gute Frage.

Das ist die gute Frage.

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