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Mit Bewerbungen zugeschissen

Personalchefs mit Flut von Zwangsbewerbungen völlig überfordert

 

Die Flut von Zwangsbewerbungen muss den Personalchefs auf die Nerven gehen.

Die Flut von Zwangsbewerbungen muss den Personalchefs auf die Nerven gehen.

Wo soll das noch hinführen? Was für eine Beschäftigungstherapie ist das denn? Die Situation wird immer abenteuerlicher, inzwischen sind bei den am meisten nachgefragten Stellen für Hartz4-Empfänger, den Hilfskräften, jede Menge anderer Angebote, die dort überhaupt nicht hingehören.

Vom “zahntechnischen Asisstenten” bis zum Industriemechaniker, alles ist unter “Hilfskräfte” gelistet. Die Angebote für tatsächliche Hilfskräfte werden immer weniger.

Die Zahl der Hartz4-Empfänger, die ihre monatliche Pflichtanzahl von Bewerbungen abliefern muss, bleibt aber gleich. So kommen auf jede neue Stelle für Hilfskräfte tatsächlich hunderte von Bewerbern.

Was für ein Vergnügen für die Personalchefs und diejenigen, die sich durch den ganzen Berg Bewerbungen durcharbeiten sollen! Denen steht es bis zur Oberkante. Ist es da ein Wunder, dass so gut wie keine Bewerbungen mehr beantwortet werden?

Früher konnte man auf jede Bewerbung auf eine Antwort mit den Floskeln “sehr geehrter Bewerber, nach sorgfältigem Abwägen müssen wir ihnen leider mitteilen, dass wir uns für einen anderen Bewerber entschieden haben. Wir wünschen ihnen dennoch viel Glück auf ihrem weiteren Arbeitsweg und den Bewerbungsbemühungen”.

So sehen die Stellenangebote für Helfer heutzutage aus.

So sehen die Stellenangebote für Helfer heutzutage aus.

Naja, ist nicht gerade ein toller Brief, zeigt aber, dass man zur Kenntnis genommen wurde und dass die Bewerbung wenigstens angesehen wurde.

Da kann man sich heute nicht mehr so sicher sein. Heute bekommt man höchstens von 20 Bewerbungen eine (negative) Antwort. Der Rest, meint man, hält es gar nicht für nötig, sich zu melden.

Aber aus der anderen Perspektive gesehen: wer will schon Zig oder gar Hunderte Bewerbungen durchsehen? Wenn diese auch noch alle beantwortet werden sollten, wird man ja wahnsinnig. Und arm. Besonders, wenn man die Bewerbungsunterlagen auch noch zurückschicken müsste.

Das erwartet man als mittelloser Bewerber allerdings. Dann hat man seinen Lebenslauf und seine Zeugniskopien wieder und kann sie noch einmal verwenden – so muß man dann für jede Bewerbung alles neu machen.

So ist das System auch in diesem Aspekt völlig aus den Fugen geraten und eine Zumutung für alle Beteiligten. Der Personalsuchende nimmt denjenigen, der mit seiner Aufgabe vertraut ist, im geeigneten Alter ist und noch nicht zu lange aus der Übung gekommen ist. Punkt. Daran gibts nichts zu rütteln.

Dutzende Bewerbungen auf eine Stelle sind schlicht überflüssig. Und die meisten, die eine Bewerbung zu einer Firma X schreiben, wissen auch, dass es überflüssig ist. Sie machen sich und dem Personalchef der Firma unnötig Arbeit.

Aber das Gesetz will es so, egal wie absurd es ist. Jeder sieht es, jeder weiss es, und doch denken alle, man könne es eben nicht ändern. Warum soll man schlechtes oder Überflüssiges nicht ändern können? Warum?

Die Arbeitslosen sind zu 100% in der traurigen Realität angekommen, während die Politik höchstens bei 5% dümpelt. So kommt man nie zu einem positiven Ergebnis.

Könnte man nicht WENIGSTENS die Stellenangebote besser ordnen? Wie das Bild zeigt, sind von 10 Stellenangeboten für Helfer nur 3 passend, wenn man ganz ehrlich ist, sogar nur 1. So wird das nie etwas.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://hartz4kontakte.com/mit-bewerbungen-zugeschissen/

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