“Fluechtlinge” – doppelt und dreifach bevorzugt

Wie lange soll das noch so weitergehen? Oder besser gefragt: wie lange LASSEN WIR DAS NOCH ZU?

 

Wer schreibt so etwas? Wer hängt so etwas auf? Wer befolgt solche Anweisungen? Seid ihr noch zu retten?

Wer schreibt so etwas? Wer hängt so etwas auf? Wer befolgt solche Anweisungen? Seid ihr noch zu retten?

Beflissendst obrigkeitshörig – in dieses Schema haben sich auch die Tafeln eingereiht.
Wie bekannt, erhalten die ausländischen Glücksritter – anders werde ich sie nicht nennen – Unterkunft UND Verpflegung.
Verpflegungsstationen, an denen Obdachlose abgewiesen werden.
Die einzige Anlaufstelle für die ärmsten Deutschen, die Tafeln – werden jetzt auch von den bestens vom Steuerzahler ernährten Glücksrittern überrannt – und natürlich bevorzugt.
Es ist unglaublich, was hier abgeht!
Wenn in Deutschland Krieg herrscht, und ich nach Holland fliehe, bin ich ein “Flüchtling”. Schlage ich aber in Singapore auf, trifft die Bezeichnung “Flüchtling” nicht mehr auf mich zu. Syrer im Libanon sind Flüchtlinge – aber nicht mehr in Deutschland, Schweden, Italien, Frankreich etc. Das sind Glücksritter.
Wann hören die Deutschen endlich auf, beflissendst obrigkeitshörig die absurdesten Anweisungen gegen das eigenen Volk auszuführen???

Gibt es keinen Bürgermeister, der mal sagt “es reicht”?? Gibt´s keinen Tafel-Mitarbeiter, der mal sagt “so, jetzt langt´s aber, ich werde die nicht bevorzugt bedienen. Ich nehm lieber meinen Hut und tschüß Tafel, macht eueren Dreck allein”?

Anstatt dessen beflissenden “bitte haben Sie Verständnis, Flüchtlinge werden zuerst bedient”.

Geht´s noch?

Sogenannte Flüchtlinge, die 1 Stunde zuvor in der Aufnahmeeinrichtung gut gefrühstückt haben, überrennen die Tafeln – und werden prompt bevorzugt.

Schamloser geht´s nicht mehr – sowohl von diesen zugereisten Herrschaften als auch von unserem obrigkeitshörigen Gesocks, das auch die groteskesten Anweisungen (von wo die auch immer kommen mögen) beflissen ausführt.

Christian Anders bringt es auf den Punkt. Ja, Christian Anders singt nicht nur Schlager, der hat noch viel mehr in der Birne.

Liebe Tafel-Mitarbeiter, hört auf mit dem Ausführen grotesker Anweisungen. Flüchtlinge SIND VERSORGT, die haben an den Tafeln gar nichts zu suchen!
Wir MÜSSEN etwas unternehmen, anders geht´s nicht. Ich bin Verfechter eines unbefristeten Generalstreiks, und zwar in den eigenen vier Wänden, damit Regierung und Bullenhorden keine Handhabe und keine Angriffsfläche haben. 3,4,5 Monate Nichtstun – und das System bricht zusammen.

Klar, das wird unangehem, das bringt Verdienstausfälle, Versorgungsengpässe, Wirtschaftskollaps. ABER: wenn wir es nicht tun, wird es noch viel, viel unangehemer, das prophezeihe ich euch.

P.S.: Wenn man auf diese Seite gelangt, könnte man meinen, es sei eine “linke” Seite. Wenn man auf so einen Artikel stößt, könnte man meinen, es sei eine “rechte Hetztseite”. Es geht hier aber nicht um links oder rechts – sondern um Vernunft und Logik. Und das haben wir von unserer Regierung nicht zu erwarten.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://hartz4kontakte.com/fluechtlinge-doppelt-und-dreifach-bevorzugt/

Krebskranke in Massnahme gezwungen

Fallmanagerin zwingt Krebskranke in Arbeitsmaßnahme

 

Als Krebskranke in eine Massnahme? Das ist kriminell, und genauso sollte es behandelt werden. Strafanzeige, Schmerzensgeld und Entlassung der betreffenden kriminellen Person.

Als Krebskranke in eine Massnahme? Das ist kriminell, und genauso sollte es behandelt werden. Strafanzeige, Schmerzensgeld und Entlassung der betreffenden kriminellen Person.

Hartz-IV-Abhängige sind keine Zahlen, sondern Menschen. Abstrakte Statistiken verschleiern die Gewalt und das Leid, denen sie als Opfer ausgesetzt sind. Manche Erfahrungen sind dabei so ungeheuerlich, dass sie das Grundgesetz verhöhnen, nach dem die Würde des Menschen unantastbar ist. Eines dieser Opfer erzählte uns, wie es ihm beim Jobcenter erging: Mitten in einer Krebsbehandlung zwang eine Fallmanagerin die kranke Frau in eine Arbeitsmaßnahme.

Liebe Frau Reinhardt (Name von der Redaktion geändert). Sie sind Hartz-IV-Abhängige und haben unangenehme Erfahrungen mit dem Jobcenter gemacht. Können Sie uns diese schildern?
Frau Reinhardt: Ich musste innerhalb eines Jahres dreimal operiert werden, da ich einen großen Tumor hatte. Mir ging und geht es deswegen nicht gut – physisch ebenso wie psychisch. Nach der zweiten OP wurde ich sowohl von meinem Arzt als auch vom Amtsarzt des Jobcenters für ein dreiviertel Jahr arbeitsunfähig geschrieben, da ich mich in dieser Zeit erholen sollte.

Noch innerhalb dieser Rehazeit wurde ich von der Arge zu einem Termin geladen. Bei dem Gespräch teilte die Fallmanagerin mir mit, dass sie mich bei einer Maßnahme angemeldet habe, die über ein halbes Jahr ging.

Wie reagierten Sie?
Ich machte die Dame darauf aufmerksam, dass ich arbeitsunfähig sei.

Und was sagte sie dazu?
Sie sagte, „stellen Sie sich nicht so an, Arbeit hat noch keinen umgebracht.“ Dann machte sie mir unmissverständlich klar, ich würde mit 60% Abzug santioniert, falls ich diese Maßnahme verweigerte. Außerdem ergänzte sie: „Ich habe schließlich studiert, und Sie nicht, also bin ich offensichtlich besser aufgestellt als Sie.“

Die Fallmanagerin drohte ihnen also und wollte sie zwingen, trotz Arbeitsunfähigkeit zu arbeiten. Wie ging es weiter?
Ich knickte ein – aus Angst. Innerhalb des Jobcenters wurde ich zum Maßnahmenbetreuer geschickt und musste dort meine Teilnahme schriftlich zusagen. Ich machte auf meine Erkrankung aufmerksam, doch der Herr wiegelte ab und meinte, dass ihn das nicht interessiere.

Ich ging nach Hause, erzählte es meinem Mann, und der begleitete mich daraufhin am nächsten Tag zur Jobcenter. Wir legten schriftlich bei der Beschwerdestelle Widerspruch gegen die Fallmanagerin ein. Ich ging trotzdem in die Maßnahme, meine Angst vor Sanktionen war zu groß, da wir schon ohne Abzüge kaum über die Runden kommen.

Wie sah diese Maßnahme aus?
Die war der Brecher: Als gelernte Altenpflegerin und frisch operiert landete ich in einem Floristikunternehmen. Ohne Bezahlung, – mir wurden nur die Fahrtkosten ersetzt. Ich schleppte Blumentöpfe, räumte Lager auf und stand stundenlang auf Messen rum. Jeden Tag hatte ich Schmerzen und stand ständig unter Tabletten, weil ich es nur so aushielt.

Meine Krankmeldungen häuften sich, es ging mir immer schlechter, und ich befürchtete das Schlimmste. Dann kam es wie befürchtet: Ich musste zum dritten Mal operiert werden. Kaum waren die Wunden verheilt, stand ich dann wieder in der Maßnahme.

Jetzt ist die Maßnahme beendet?
Ja, und ich habe meine Teilnahme nicht verlängern lassen. Meine schriftliche Beschwerde über das Verhalten der Fallmanagerin führte indessen zu einem Teilerfolg: Ich habe jetzt eine neue Fallmanagerin, die wirklich menschlich ist.

Wie geht es ihnen heute?
Gut geht es mir nicht. Ich habe regelrechte Panik, dass die arge mir wegen der Beschwerde oder wegen dieses Interviews Probleme macht. Es gibt nichts Schlimmeres als Existenzangst. Das Gespräch führte Dr. Utz Anhalt

Quelle: Gegen Hartz

Anmerkung: Leute, bitte! Jeder Anwalt würde sich nach diesem Fall die Finger schlecken. Mit einer Krankschreibung braucht man nicht einmal zu einem Jobcenter-Termin zu erscheinen, geschweige denn eine Maßnahme anzutreten. Hier ist auch keine Beschwerde angebracht, sondern eine Strafanzeige!

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://hartz4kontakte.com/krebskranke-in-massnahme-gezwungen/

Gespendete Schlafcontainer fuer Obdachlose abgelehnt

Die Stadt Grevenbroich hatte eine großzügige Spende für Obdachlose abgelehnt: “Zu viel Aufwand”.  Auch den Städten Düsseldorf, Neuss und Dormagen habe das Unternehmen Gerken Raumsysteme das selbe Angebot gemacht: “Leider haben wir aus allen Richtungen eine komplette Absage bekommen”, sagte ein Mitarbeiter der “NGZ”.

   – In NRW hat ein Polizist die Stadt Grevenbroich wegen unterlassener Hilfeleistung verklagt
   – Der Grund: Die Stadt hatte eine Spende für beheizte Schlafcontainer für Obdachlose abgelehnt

(Huffington Post) In Grevenbroich in Nordrhein-Westfalen hat ein Polizist Strafanzeige gegen seine eigene Stadt gestellt.

Weil die Verantwortlichen der Stadt eine Spende für Schafcontainer für Obdachlose abgelehnt hatten, verklagte Dietmar Meisen die Stadt Grevenbroich wegen unterlassener Hilfeleistung.

Das berichtet die “Neuß-Grevenbroicher Zeitung”.

Der beim Landeskriminalamt Düsseldorf beschäftigte Polizist legte demnach außerdem eine Beschwerde bei der verantwortlichen Dienstaufsicht ein.

Doch wie kam es zu dem Eklat?
Eine Oase für Obdachlose

Anfang Dezember bot die Firma Gerken Raumsysteme der Obdachlosen-Initiative “Grevenbroich packt an” vier komplett ausgestattete Wohncontainer kostenlos an.  

Diese wären von dem Unternehmen inklusive Tisch, Stühlen und Betten für jeweils zwei Personen eingerichtet und per Kran vor Ort aufgebaut worden.

Auch um Strom- und Wasseranschlüsse hätte man sich gekümmert, so wie um einen Hausmeister, heißt es. Eine kleine Oase für Obdachlose, die dort bis zum nächsten Frühjahr einen

beheizten Schlafplatz finden hätten können.

Einen Haken hatte die Sache allerdings: Die Stadt ließ sich – zum Unverständnis vieler Bürger – nicht auf das großzügige Angebot ein.

Nach drei Wochen Beratungszeit erklärten die Verantwortlichen, man habe sich gegen das Aufstellen der Container entschieden. Doch nicht nur aus Platz- sondern auch aus Zeitmangel.

“Es gibt kein unmittelbar verfügbares Grundstück”, sagte Stadtsprecher Robert Jordan der “NGZ”. Außerdem müsse man für die Installation der Sanitäranlagen der Container eine

Ausschreibung initiieren. Das sei aufgrund des begrenzten Zeitraums von drei bis vier Monaten nicht möglich. Eine Hausmeisterleistung könne die Stadt außerdem weder wirtschaftlich

noch personell erfüllen.
“Die Entscheidung der Stadt ist unverantwortlich”

Die Polizeibeamte Dietmar Meisen ist über das Verhalten der Stadt erschüttert. “Meine Frau und ich sind sozial engagiert
in der Existenzhilfe und in der Bereitschaftspflege für Kinder”, sagte Meisen der “NGZ”.

Dadurch kenne er auch die Begleitumstände von Obdachlosigkeit. Die Entscheidung der Stadt halte Meisen für unverantwortlich. Deswegen griff er zu dem für ihn einzig adäquaten Mittel: eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung.
Er behalte sich außerdem vor, erneut Straftanzeige zu stellen, falls in den nächsten Monaten im Bereich der Stadt Grevenbroich ein Mensch durch Kälte zu Schaden kommt.

Meisens Engagement löste eine Welle der Empörung gegen die Stadt aus.

Besonders in den sozialen Netzwerken griffen viele User den Bürgermeister Klaus Krützen persönlich an und kritisierten den 49-Jährigen harsch für die Entscheidung der Stadt.
Spenden scheitern an Bürokratie

Auf Facebook teilte Krützen eine Stellungnahme zu dem Vorfall und versuchte damit die Wogen zu glätten. “Alle Personen, die zu diesem Thema Fragen haben, sind recht herzlich zu einer

Bürgersprechstunde am Samstag, den 6. Januar 2018 eingeladen”, erklärte der Bürgermeister.

Grevenbroich ist ohnehin kein Einzelfall: Auch den Städten Düsseldorf, Neuss und Dormagen habe das Unternehmen Gerken Raumsysteme das selbe Angebot gemacht:

“Leider haben wir aus allen Richtungen eine komplette Absage bekommen”, sagte ein Mitarbeiter der “NGZ”.

Die Spende sei für alle angefragten Kommunen mit zu viel Aufwand verbunden – zum Leid der Obdachlosen.  

Quelle: Huffington Post

Anmerkung: Unglaublich. Völlig unglaublich, was in Deutschland im Jahre 2017 abgeht. Danke an den mutigen Polizisten!

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://hartz4kontakte.com/gespendete-schlafcontainer-fuer-obdachlose-abgelehnt/

Danke, Frank!

Frank Zander lud wieder Obdachlose und Bedürftige zum Weihnachtsfest: 3200 Gänsekeulen und 750 Kilo Rotkohl für Berliner Obdachlose

(Aus: Berliner Morgenpost)

Frank Zander lädt 2800 Obdachlose ins Hotel Estrel, um mit ihnen Weihnachten zu feiern. Der Entertainer sorgt selbst für seine Gäste und serviert Gänsebraten und Knödel.
Am Tag vor Heiligabend sitzt Kurt Schimanski um kurz vor 15 Uhr beim Friseur und lässt sich die Haare machen. Eigentlich nichts besonderes vor einem großen Fest. Für den 72-Jährigen aber ist der Friseurbesuch alles andere als normal. Er lebt von gerade einmal 250 Euro im Monat, 40 Euro gehen für das BVG-Ticket drauf, bleiben 50 Euro in der Woche zum leben, das reicht nicht, um einen Friseur zu bezahlen. Zuletzt war er vor einem Jahr zum Haareschneiden, “zwischendurch habe ich sie etwas länger getragen”, sagt er.

Monika Zahl frisiert sonst in ihrem Heim-Salon ihre Kundinnen, berät, welche Strähnchenfarbe passt oder plaudert über Urlaubspläne oder das Fernsehprogramm. An diesem Montag vor Heiligabend schneiden sie und junge Friseur-Auszubildende Menschen wie Kurt Schimanski die Haare, Berlinern, die sich keinen Friseurbesuch leisten können. “Darauf freue ich mich immer”, sagt Monika Zahl. “Es kommt so viel Dankbarkeit, das ist immer Gänsehautfeeling.”
1995 hielt Frank Zander das erste Weihnachtsessen ab

Zusammengebracht hat die beiden der Entertainer Frank Zander. 1995 lud er zum ersten Mal Obdachlose zum Weihnachtsessen ein. Seither findet das Fest alljährlich statt, die ersten Jahre im Schloss Diedersdorf, als der Platz dort nicht mehr reichte, bot Estrel-Besitzer Ekkehard Streletzki an, die Feier in das Neuköllner Hotel zu verlegen. Rund 2800 Obdachlose und andere Bedürftige sitzen in diesem Jahr an den runden Tischen im Estrel und nutzen die Angebote im Umfeld, wie beispielsweise den kostenlosen Friseurbesuch.

Schon vormittags schmorten am Montag in der Hotelküche 3200 Gänsekeulen im Ofen, außerdem bereiteten die Küchen-Mitarbeiter 8000 Knödel und 750 Kilogramm Rothkohl vor. Sie wurden am Nachmittag von den mehr als 200 Helfern an den mit Tannenzweigen, Weihnachtsgebäck und Kerzen geschmückten Tischen serviert.
Unter den Aushilfskellnern sind auch viele prominente Berliner. Der CDU-Politiker und Innensenator Frank Henkel ist schon seit Jahren dabei, auch Wolfgang Lippert und Robert Harting kommen mit der Rolle als Aushilfskellner gut zurecht.
Zum Schluss gibt es Geschenke

“Viele unserer Helfer machen schon seit Jahren mit”, sagt Frank Zanders Sohn Markus, der die Weihnachtsfeier gemeinsam mit seinem Vater organisiert. Roberto Hermann zum Beispiel, der am Getränkestand arbeitet. Auch bei ihm ist es “Familien-Ding”, seit er und der damals 13-jährige Sohn sich vor zehn Jahren zum ersten Mal als Helfer meldeten. “Das ist richtiges Weihnachten”, sagt er. Die Stimmung sei so friedlich, “kein Gedränge, kein Geschubse, kein Gepöbel.” Nicht einmal beim Showprogramm im Anschluss an das Essen mit mehreren Bands – und natürlich mit Frank Zander.

Und auch nicht, wenn zum Abschluss die Geschenke verteilt werden. In diesem Jahr ist Spekulatius in den Tüten, geräucherte Wurst, aber auch warme Einlegesohlen und Schals, eine Hertha-BSC-Thermotasse. Das ganze Jahr über sprechen die Zanders und ihre Helfer Spender und Sponsoren an, um die Feier und die Geschenke für die Bedürftigen zu organisieren.

Auch der Verein “Berliner helfen” der Berliner Morgenpost unterstützt die Weihnachtsfeier mit einer Spende von 2000 Euro.

Quelle: Berliner Morgenpost

Auch im Ausland nicht unbemerkt: Frank Zanders jährliche großzügige Aktion. Wir sagen alle aus tiefstem Herzen: Danke, Frank

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://hartz4kontakte.com/danke-frank/

Menschenverachtende Polizei Frankfurt: Geldstrafen fuer Obdachlose

Die Straftat des Existierens: In Frankfurt werden den Obdachlosen Bettel-Erlöse und Pflaschenpfand-Cents von der Polizei wegen “unberechtigtem Anwesendsein”  abgenommen. Ärmsten Menschen Hilfe zu verweigern ist eine Sache – sie auch noch zu schädigen, ist abgrundtief verwerflich.

   straftat-obdachlosigkeit (Huffington Post, Titel geändert)

    – Hunger, Kälte, Krankheit und Ausgrenzung: Wohnungslose leiden    unter einer Vielzahl von Problemen
    – Immer häufiger werden sie auch Opfer von Gewalt
    –  Doch statt sie zu schützen, werden sie von den Behörden gegängelt und bestraft. Teilweise mit absurden Maßnahmen

Dass Wohnungslose in der Regel kein Geld besitzen und deshalb oft betteln gehen, dürfte eigentlich bekannt sein. Doch statt ihnen zu helfen, aus ihrer Situation herauszukommen, wurde nun bekannt, dass die Stadtpolizei in Frankfurt von ihnen Geldstrafen abkassiert.

Wie die “Frankfurter Rundschau” berichtet, verlangte die Polizei in mehreren Fällen von den Betroffenen ein Verwarngeld, das unmittelbar vor Ort entrichtet werden müsse.

Bestraft werde das Schlafen auf Bänken und in Fußgängerzonen, da es unter den Tatbestand des “Lagerns im öffentlichen Raum” falle. Und das sei nach der städtischen Gefahrenabwehrverordnung nun mal eine Ordnungswidrigkeit.
Sie müssen ihre letzten Euros zahlen

So widersinnig das Vorgehen gegen Wohnungslose auch ist, die Stadt scheint sich nicht davon beirren zu lassen. Wie der Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) gegenüber der FR mitteilte, sei die Polizei hier im Recht, denn es gehe hier um die Durchsetzung einer von den Stadtverordneten beschlossenen Verordnung.
Wohnungslose werden in Frankfurt von der Polizei zunächst aufgefordert, ihren Platz zu verlassen. Kommen sie der Aufforderung aber nicht nach, laufen sie Gefahr, abkassiert zu werden. Die wenigen Euros, die sie erbettelt haben, müssen sie also nun an die Behörden abtreten.
Dieses Vorgehen ist kein Sonderfall

Die absurde Bestrafungspraxis ist dabei kein Sonderfall in Deutschland. Nach einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” müssen auch Wohnungslose in Bayern mit Verwarngeldern rechnen. Besonders drastisch ist ein Fall aus Nürnberg:

50 Euro plus Gebühren sei dort zunächst gegen einen Bettler aus Rumänien verhängt worden. Das sogenannte “Bußgeld” sei dann auf 500 Euro angewachsen.

Am Ende seien es laut “SZ” an die 4000 Euro gewesen, die von der Stadt Nürnberg erhoben wurden. Der Rumäne war zwischenzeitlich sogar in Haft genommen worden – um die Zahlung der Bußgelder zu erzwingen.

Am Ende half eine Stiftung für Obdachlose, ihn aus dem Gefängnis zu holen. Die Stadt besteht aber weiterhin auf das Geld.

Die Gewalt gegen Obdachlose steigt

Während Wohnungslose von Behörden durch Platzverweise und Ordnungsgelder gegängelt werden, geraten sie auf der Straße mehr und mehr in Gefahr. Immer häufiger werden sie Opfer von Hass und Gewalt.

Fälle wie der von Heiligabend 2016, als Jugendliche Flüchtlinge versucht hatten, einen Obdachlosen an der Berliner U-Bahn Haltestelle Schönleinstraße anzuzünden, sind dabei nur die Bekanntesten.

Erst Anfang November wurde ein Obdachloser am Münchner Hauptbahnhof angezündet, nachdem die Täter Fotos mit ihm gemacht hatten.

Am 9. November erlitt ein Obdachloser schwere Verletzungen, als er von einem Unbekannten verprügelt und anschließend unter Paletten und Steinen lebendig begraben wurde. Und in Dortmund lag ein schwer kranker Mann tagelang auf einer Parkbank. Zuvor hatten ihm die Krankenhäuser der Stadt die Aufnahme verweigert.

Es gibt jährlich mehrere Todesopfer

Gewalt und Verachtung gegen Wohn- und Obdachlose ist ein alltägliches Problem in Deutschland. Davor warnte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) bereits Anfang des Jahres.

Mindestens 17 Todesopfer habe es allein im Jahr 2016 durch Gewalt gegen Wohnungslose gegeben, außerdem 128 bekannt gewordene Körperverletzungen, Vergewaltigungen, Raubüberfällen und bewaffneten Drohungen. Häufig spielten rechtsextreme Motive eine zentrale Rolle, heißt es in dem Bericht der BAGW.

Ihrer Statistik zufolge hat sich die Gewalt nicht wohnungsloser Menschen auf Wohnungslose seit 2010 mehr als verdoppelt. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen, da die Arbeitsgemeinschaft lediglich die Fälle zählt, die auch in den Medien auftauchen und viele Delikte erst gar nicht zur Anzeige kommen.

Doch allein die von verschiedenen Medien dokumentierten Fälle machen klar, wie sehr sich die Lage von Menschen verschlimmert, die ohnehin schon an der untersten Stufe der Gesellschaft stehen. Gewalttaten gegen diese Gruppe von Menschen werden wohl nicht gestoppt werden, solange sogar die Behörden sie durch sinnlose Bestrafungen zusätzlich ausgrenzen.

(tb)

Quelle: Huffington Post
Anmerkung: Da fehlen mir die Worte. Die Respektlosigkeit, mit der menschliche Wesen von sogenannten Behörden behandelt werden, ist unfassbar. Haben diese Polizisten irgendeine Erziehung genossen? Haben die irgendeine Vorstellung von Moral und Empatie? Soll das deren Ansicht nach “Recht durchsetzen” sein? Soll das die Polizei, “dein Freund und Helfer” sein? Ich würde im Winter eine warme Gefängniszelle mit weichem Bett und 3 Mahlzeiten der Obdachlosigkeit vorziehen. Mehr noch: ich würde im Winter bei der Polizei um Obdach bitten, und wenn man es mir verweigert, würde ich meine Verhaftung provozieren.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://hartz4kontakte.com/menschenverachtende-polizei-frankfurt-geldstrafen-fuer-obdachlose/

Ältere Beiträge «

» Neuere Beiträge

Show Buttons
Hide Buttons