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Post: Bei Krankheit Rauswurf!

Unglaubliche Praktiken bei der Post: wer mehr als 20 Tage krank ist, fliegt!
Bild: “Scholz will Job-Sauerei bei der Post stoppen”

Post-AusbeutungDie Bild-Zeitung schreibt:
“SPD-Generalsekretär: „Praxis ist nicht hinnehmbar!“
Riesen-Aufregung rund um die Deutsche Post!

Das Unternehmen macht die Entfristung von Arbeitsverträgen von den Krankheitstagen eines Mitarbeiters abhängig. Das berichtete BILD am SONNTAG. Jetzt meldet sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu Wort. Er will die Praxis beenden.

Scholz sagte am Sonntag in der ARD-Sendung „Anne Will“, er werde nicht hinnehmen, dass bei der Post als einem Unternehmen mit indirekter Bundesbeteiligung Arbeitnehmer, wenn sie zu oft krank seien oder zu langsam arbeiteten, Probleme bei unbefristeten Arbeitsverträgen bekämen.
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte im BILD-Montags-Talk „Die richtigen Fragen“: „Dieses Praxis ist nicht hinnehmbar.“ Ein Unternehmen dürfe keine pauschalen Richtlinien einführen, um Mitarbeiter zu bewerten. „Es gibt ja auch Gründe, warum vielleicht jemand krank ist“, so Klingbeil.

„Diejenigen, die für uns im Aufsichtsrat sitzen, haben sich schon vorgenommen, (…) darauf zu reagieren“, konkretisierte Olaf Scholz die jetzt eingeleiteten Maßnahmen. Gespräche dazu seien schon vereinbart. Der Bund werde bei der Post jedenfalls den Einfluss nutzen, den er habe.
Befristete Verträge auf dem Prüfstand

Aber auch über die Post hinaus hat Scholz nach eigenen Worten schon gehandelt, um das von seiner Partei seit langem kritisierte Ausufern befristeter Arbeitsverhältnisse zurückzudrängen.

Dabei habe er öffentliche Unternehmen und Institutionen ins Visier genommen.
„Ich habe angewiesen, dass wir für alle Behörden und Folgebehörden der Bundesrepublik Deutschland die Zahl der sachgrundlos befristeten Beschäftigungsverhältnisse zum Beispiel einmal durchschauen und dafür sorgen werden, dass die Befristungsquoten gesenkt werden“, erklärte er.

Andernfalls komme es zu einer Situation, in der die Bundesregierung ein Gesetz zur Eindämmung sachgrundloser Befristungen erlassen, während der Staat selbst sich dieser Praxis in großem Umfang bediene. „Das kann auch nicht so sein“, unterstrich Scholz.
Die Praxis bei der Post

Niederlassungsleiter der Post haben von der Konzernspitze ein entsprechendes Konzept bekommen. Darin heiße es,

–   dass Mitarbeiter in zwei Jahren nicht häufiger als sechsmal krank gewesen sein beziehungsweise nicht mehr als 20 Krankheitstage anhäufen dürften.

–  dass der Mitarbeiter „höchstens zwei selbstverschuldete Kfz-Unfälle mit einem maximalen Schaden von 5000 Euro“ verursachen dürfe.

–  Außerdem dürften Postboten in drei Monaten nicht mehr als 30 Stunden länger für ihre Touren gebraucht haben als vorgesehen.
Ein Sprecher der Post in Bonn bestätigte den BILD am SONNTAG-Bericht. Die Aufregung darüber erschließe sich ihm nicht, sagte er. Die gleichen Medien, die das Konzept nun kritisierten, wären die ersten, die aufschreien würden, wenn es Mängel bei der Zustellung geben sollte.

„Dass wir im Konzern überlegen, wer auf Dauer den Anforderungen gewachsen ist, das ist im Interesse aller Beteiligten, insbesondere der Kunden“, sagte der Sprecher. Die Tätigkeit des Postboten sei auch körperlich anstrengend.

Im Übrigen lege die Post aber keine Schablonen an, sondern berücksichtige immer das Gesamtbild. Da Zusteller im Moment dringend gesucht würden, könne man außerdem davon ausgehen, dass die Auswahl nicht nach zu strengen Kriterien erfolge.

Aus der Politik kamen andere Stimmen. „Diese Kriterien sind völlig menschenverachtend und sittenwidrig“, sagte Beate Müller-Gemmeke, Grünen-Sprecherin für Arbeitnehmerrechte, der BILD am SONNTAG.

Quelle: Bild online

Anmerkung: Olaf, da sind wir jetzt aber echt gespannt!

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1 Kommentar

  1. Michael Goldmann, AfD Mitglied

    So neu ist diese Praxis ja nun auch nicht.
    Weder bei der Post, noch bei anderen Unternehmen.
    Ich habe jahrelang im Postfrachtzentrum in Staufenberg als Abrufkraft gearbeitet und mitbekommen was dort mit den Festangestellten so gelaufen ist. Dann einige Jahre nebenan bei DHL Express in Dauernachtschicht. Gleiches Spiel.
    Wie kann es sein, dass ca. 15 Festangestellten Postlern, mit entsprechenden Löhnen, etwa die 3fache Menge an Zeitarbeitern einer Zeitarbeitsfirma aus Baunatal gegenüber stehen. Die die eigentliche Arbeit machen. Natürlich zum gesetzlichen Mindestlohn.
    Wie kann es sein, in der Firma wo ich zuletzt war. Zulieferer der Automobilindustrie, dass sich dort die Zeitarbeitsbuden die Türklinke in die Hand geben. Das man erstmal bei einer dieser Buden anfangen muß. Ein halbes oder dreiviertel Jahr. Dann evtl. übernommen wird mit 1 Jahresvertrag. Wenn man dann nicht allzuoft krank war, oder als Gabelstaplerfahrer nicht zuviel Schaden angerichtet hat den zweiten Jahresvertrag bekommen hat. Und dann, ja wenn man Glück hat, nach 2,5 oder 3 fest übernommen zu werden.
    Hallo Leute geht’s noch?????
    Deshalb:
    Weg mit diesen Scheiß Zeitarbeitsverträgen und der ganzen Zeitarbeit.
    Auf zu alternativen Gewerkschaften wie Zentrum Automobil.
    Und Aida. Das Neue rot der Arbeitnehmer ist blau.
    Schönen Vatertag noch Euch allen.

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