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Skandal: Hartz4-Opfer verhungert

“In Deutschland kann man nicht verhungern” wird immer behauptet.

hungertod_hartz4Ein unfaßbarer Skandal, ungeheuerlich in seinen Dimensonen. Und der Verbrecher wäscht sich seine Hände in Unschuld. Und wird nicht belangt, unglaublich.

So wird es uns immer vorgebetet: in Deutschland müsse niemand verhungern. In unserem Sozialstaat sei das nicht möglich. Jeder hat Anrecht auf eine Existenzsicherung, Wohnung und Krankenversicherung.

Wie kriecherisch und dämlich sind die Leute eigentlich? Das sie einfach hinnehmen, was ein Fallmanager ihnen antut. Geh in ein Kaufhaus und laß dich zu Boden gleiten – Ohnmacht. Dann kommt ein Krankenwagen und im Krankenhaus wird gefährliche Unterernährung festgestellt. Oder zu einer Zeitung und tu so, als wolltest du eine Arbeitssuch-Anzeige aufgeben und falle dann in Ohnmacht.

Der Skandal würde jeden Winkel in Deutschland erreichen – ohne, dass du sterben mußt. Warum macht ihr es diesen Verbrechern so leicht??? Bevor ich verhungere, schlage ich lieber dem Fallmanager die Visage ein und lass mich ins Gefängnis einliefern, wo ich versorgt wäre. Das hier ist ernst. Es geht um unterlassene Hilfeleistung und fahrlässige Tötung – aber sogenannte “Fallmanager” haben wohl Narrenfreiheit. Hier der Artikel von Welt:

Die Behörden weisen alle Schuld von sich, nachdem ein arbeitsloser 20-Jähriger in Speyer in seiner Wohnung verhungert ist. Die Mutter des Toten klagt, dass sie kein Geld gehabt hätten, um Lebensmittel zu kaufen. Der Mann hatte keinen Anspruch mehr auf Zahlungen.
Nach dem Hungertod eines 20-jährigen Hartz-IV-Empfängers in Speyer haben die Behörden jede Mitschuld bestritten. Der Betroffene habe alle Arbeitsangebote abgelehnt, auf mehrere Anschreiben sowie auf Leistungskürzungen nicht reagiert, erklärte die Stadt Speyer. Daher seien alle Zahlungen an den Sohn Ende 2006 eingestellt worden.

Der 20-Jährige war am Sonntag tot in seiner Wohnung in der Speyerer Innenstadt aufgefunden worden. Der Hartz-IV-Empfänger hatte mit seiner ebenfalls arbeitslosen Mutter in der Wohnung zusammengelebt. Bekannte der Mutter hatten die Polizei alarmiert. Nach dem Ergebnis der Obduktion war der junge Mann verhungert. In ersten Vernehmungen gab die 48-Jährige an, sie und ihr Sohn hätten aus Geldmangel seit längerer Zeit keine Lebensmittel mehr kaufen können.

Nach Angaben der Stadt waren die Betroffenen bis Ende 2004 vom sozialen Dienst der Stadt betreut worden. Nach In-Kraft-Treten der Hartz-IV-Gesetze sei die neu geschaffenen Gesellschaft für Arbeitsmarktintegration (GfA) mit Sitz in Ludwigshafen für Mutter und Sohn zuständig. Die GfA habe sich um Mutter und Sohn sehr bemüht. So sei der 48-Jährigen unter anderem ein Ein-Euro-Job vermittelt worden. Der Sohn dagegen habe sämtliche Angebote ausgeschlagen. Ab Oktober 2006 hätten die Betroffenen neue Anträge auf Gewährung von Arbeitslosengeld II stellen müssen. Entsprechende Anträge seien aber trotz mehrerer Anschreiben der Behörden nie eingegangen.

Der Sprecher der Stadt Speyer, Matthias Nowack, sprach von einem tragischen Fall. Mutter und Sohn hätten in einem gutbürgerlichen Viertel in der Innenstadt gewohnt. Hinweise von Nachbarn oder Bekannten auf eine sich zuspitzende Situation habe es nie gegeben. Ein Grund sei möglicherweise, dass der 20-Jährige und seine Mutter die einzigen Bewohner in einem Mehrfamilienhaus gewesen seien, das wegen Umbauarbeiten derzeit weitgehend leer stehe.

Anmerkung:—-Die BILD-Schlagzeile dazu könnte man sich auch schon vorstellen: “Er war so faul, daß er lieber sterben wollte, als zu arbeiten.” Sowas kann natürlich nur Deutschen passieren, versteht sich von selbst. Man stelle sich den Skandal vor, wenn ein sogenannter “Flüchtling” verhungert wäre – nicht auszudenken. Aber die machen lieber Urlaub in dem Land, in dem sie angeblich verfolgt werden. Wie sie das Ticket bezahlt haben, interessiert natürlich auch niemanden.

Wahrscheinlich wäre auch eine Schlagzeile “Pokemon Go, die neue Version ist da” viel viel interessanter.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://hartz4kontakte.com/skandal-hartz4-opfer-verhungert/

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