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Unertraeglicher Druck auf Fallmanager

Mobbing, Erfolgsdruck – Jobcenter Angestellte packt aus

 

Der Druck wird von oben nach unten weitergegeben - die unterste Ebene kommt in Existenzbedrohung.

Der Druck wird von oben nach unten weitergegeben – die unterste Ebene kommt in Existenzbedrohung.

Dass die Arbeitsbedingungen in den Jobcentern nicht die Besten sind, ist ein offenes Geheimnis. Mangelnde Führung, Mobbing und Erfolgsdruck sind Gang und gäbe. Das Berichtet jetzt eine ehemalige Mitarbeiterin der Behörde.
Schlechte Arbeit hat System

Ein großes Problem in den Behörden, das in der Regel dazu führt, dass falsche Bescheide ausgestellt werden ist die hohe Mitarbeiterfluktuation. Ständig müssen neue Mitarbeiter eingearbeitet werden und die Zeit die dafür aufgewendet wird ist in der Regel gerade lang genug, dass Eingliederungsvereinbarungen erstellt werden können und sanktioniert werden kann. Erfahrene und gute Mitarbeiter auf der anderen Seite verlassen das Jobcenter lieber früher als später. Die Probleme sind den Führungskräften durchaus bekannt. Getan hat sich bisher jedoch nichts. Diese Führungsschwäche ist für die Leistungsbezieher existenzbedrohend.
Arbeiten für die Statistik

Die Vorgaben die von den Vorgesetzten definiert werden sind in der Regel kaum einzuhalten, da sie hauptsächlich auf annahmen beruhen aber mit der Realität wenig zu tun haben. Das führt bei den Angestellten zu einem großen Druck, denn werden die Zahlen nicht erreicht winkt ein Gespräch beim Vorgesetzten. Die Konsequenz: Statistik muss erreicht werden, egal wie. Das führt zu einem Gegeneinander statt zu einem Miteinander unter den Angestellten. Stimmen die Zahlen winken den Jobcenter Verantwortlichen hohe Bonuszahlungen. Der normale Angestellte bekommt davon nichts.

Ein weiteres Indiz dafür wie krank das Jobcenter wirklich ist, ist das interne Punktesystem mit dem die Mitarbeiter unter Druck gesetzt werden. Dieses ist nur auf Jobvermittlungen ausgelegt.

Ein weiteres Druckmittel der Vorgesetzten ist ein Punktesystem, welches darauf abzielt die Jobvermittlungen zu erhöhen. Problem dabei, es ist nicht nachhaltig. Derjenige Sachbearbeiter, der einen Arbeitslosen mehrmals in einen prekären Job vermittelt den er nur kurze Zeit ausübt wird durch dieses System begünstigt. Derjenige, der einen ALG II Bezieher einmalig langfristig in Arbeit bringt, fällt hingegen durch das Raster. Er wird abgestraft, weil er seine Punkte nicht erreicht hat.
Das kranke Jobcenter

Ist das Jobcenter überhaupt in der Lage den Menschen zu helfen, wo es doch selbst krank ist und dringend selbst Hilfe benötigt. Und gleicht es nicht einer Farce, wenn Menschen die über keine fundierte Ausbildung in der Thematik verfügen, über Existenzen von ganzen Familien entscheiden können? Nein! Das System ist funktioniert nicht und muss abgeschafft werden.

Quelle: Gegen Hartz

Anmerkung: Wir brauchen mehr mutige Fallmanager, die das Menschenmobbing satt haben und es Inge Hannemann gleichtun. Glückwünsche an diese Fallmanagerin – jetzt müssen Sie aber auch die Konsequenzen ziehen.

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