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Wachstumszwang: mehr Arbeit für weniger Gehalt

Das Kartenhaus bricht bald ein: die maximale Ausbeutung ist am Rande des Möglichen angekommen – weitere Verschlechterungen sind schlicht unmöglich!

Wir pissen auf euch! Aber schließlich müssen wir uns sogar beim Pissen Gedanken machen, wie weiteres Wachstum erzielt werden kann!

Wir pissen auf euch! Aber schließlich müssen wir uns sogar beim Pissen Gedanken machen, wie weiteres Wachstum erzielt werden kann!

Aber ein bisschen geht doch noch – denken sich die Affen in den Chefetagen. Schließlich können die Menschenquäler ja nichts dafür, dass die Aktionäre jedes Jahr immer weiter steigende Gewinne sehen wollen. Und zwar kräftig steigende Gewinn-Wachstumsraten. Ist die Wachstumsrate dieses Jahr etwas geringer als die Wachstumsrate des letzten Jahres, gilt dies schon als “Krise”: Wachstums-Stagnation, kommt die Rezession?

Dann ist “Gürtel enger schnallen” angesagt, doch der war ja in der Boom-Phase auch schon angesagt! Die Aktionäre waren entzückt – aber da ist das Dilemma: die Aktionäre wollen auch weiterhin entzückt sein! Wie wollen wir das bewerkstelligen?

Das sind die großen Probleme in den Chefetagen. Aber Ideen gehen nicht aus: vielleicht die Belegschaft in hauseigene Zeitarbeitsfirmen ausgliedern? Was machen mit den jahrzehntelangen Mitarbeitern? Die hängen uns ja wie ein Klotz am Bein, die müssen wir irgendwie loswerden! Wie können wir das anstellen?

Das sind die schweren Probleme der Chefetagen, Chefs, die in jahrzehntelanger Arbeit noch nie am Mitarbeiter Müller vorbeigelaufen sind. Sie kennen ihn nicht, sie haben ihn noch nie gesehen. Sein Schicksal ist ihnen egal, er gehört zur problematischen “Humanmasse”, auf die man leider immer noch nicht verzichten kann. Wie stellt man das lästige “Humankapital” nur zufrieden?

Die sollen arbeiten, nicht maulen! Diese schweren Probleme haben zur Zeit auch die Chefs der Post. Die Weihnachtszeit steht vor der Tür – da gibts dann noch mehr Pakete, die noch pünktlicher sein sollen, noch freundlicher in den 5. Stock getragen werden müssen. Aber bitte schneller, der Chef hat noch eine Extraladung, die heute noch zugestellt werden muß!

Die Belegschaften sind am Ende ihrer Leistungsgrenze angelangt.

Die Belegschaften sind am Ende ihrer Leistungsgrenze angelangt.

Übrigends, Sie könnten mal wieder duschen, sie stinken wie ein Schwein! Ach, Sie haben noch nichts gegessen? Auf Toilette waren Sie auch nicht? Das können Sie nach Feierabend machen, halten Sie mich doch nicht mit Nebensächlichkeiten auf!

Wie mach ich das nur? Am besten schreib´ ich für die restlichen Lieferungen einfach Karten, dann komm´ ich schneller aufs Klo. Aber der Haken dabei: wenn ich schneller fertig bin, denkt der Chef “da ist noch Luft nach oben” und dann gibts noch mehr Pakete!
So sind die Gedanken der da oben und der da unten. Und die Politiker machen derweil ein neues Postgesetz: ” Verbraucher sollen darin mehr Rechte bekommen. Geplant ist, dass es klare Vorgaben für die Paketzusteller geben wird, wie und wie lange sie tagsüber erreichbar sind und bis wann sie auf Beschwerden reagieren müssen.”

Viel Spaß dabei!
 Fakt ist: unmöglich ist unmöglich und bleibt unmöglich. Da kann man schreien und zetern wie man will. Und der Moment ist nicht mehr weit. Das ganze Kartenhaus der Menschenauspressung wird zusammenbrechen. Und zwar sehr bald! Je größer das Wachstum an der Börse, umso größer die Rezession bei den Angestellten!

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